Benjamin Danker aus Neustadt a.d. Donau stapelt sich auf Platz zwei

Von Sabrina Kauer · 3. November 2023 um 15:00

2022 Deutscher Meister, 2023 Deutscher Vize-Meister: Benjamin Danker (34) aus Neustadt a.d. Donau hat es in diesem Jahr knapp verpasst, seinen Titel als Erstplatzierter beim StaplerCup zu verteidigen. Zum Ärgern ist dem 34-Jährigen aber nicht zumute, im Gegenteil.

„Warum auch?“, sagt Benjamin Danker im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich bin nicht enttäuscht – niemals. Ich finde es cool. Ich bin trotzdem auf dem Treppchen, was will man mehr?“

Beim StaplerCup, der jährlich in der Aschaffenburger f.a.n. frankenstolz arena ausgetragen wird, treten „die besten Staplerfahrer Deutschlands an“, so Danker. Deswegen sei er trotzdem mit seinem Ergebnis zufrieden, auch wenn er es heuer nicht bis ganz nach oben auf das Treppchen geschafft hat, obwohl er es im Visier gehabt hätte. „Der erste Platz wäre das Ziel gewesen, aber ich war ein bisschen zu flott unterwegs, habe nicht nach oben geschaut und dann ist der Turm umgefallen“, sagt Danker.

Den Titel des Deutschen Meisters im Staplerfahren der Herren im Einzelwettbewerb holte sich Joshua Glöggler aus Westerstetten (Baden-Württemberg). Dennoch war es zwischen Benjamin Danker und seinem Kontrahenten ein knappes Rennen. „Ich habe im Augenwinkel gesehen, dass ich schneller war als Joshua. Ich wollte es vielleicht zu sehr und war dann zu unaufmerksam. Aber der zweite Platz ist super, ich kann mich nicht beklagen. Joshua hat’s verdient“, sagt der Neustädter.

Sein Können im Staplerfahren komme nicht von ungefähr, denn Danker war nach eigener Aussage insgesamt elf Jahre als Staplerfahrer beim Automobilteile-Zulieferer Motherson aus Neustadt a.d. Donau tätig. Seit Kurzem arbeite er dort als Vorarbeiter, den Stapler bediene er trotzdem noch ab und zu.

Die langjährige Erfahrung durch den Beruf sei für den Wettbewerb Training genug. „Bei einem Automobilteile-Zulieferant muss alles schnell gehen, da ist man unter Druck. Je schneller man stapeln kann, desto besser“, sagt Danker. Der Neustädter ging beim StaplerCup bereits zum siebten Mal an den Start. „Man hat schon eine gewisse Aufregung. Aber wenn ich im Stapler drinsitze, funktioniert es einfach. Sobald es losgeht, ist die Nervosität weg. Andere fangen dann an zu zittern, das habe ich Gott sei Dank gar nicht. Das ist ein großer Vorteil.“

Obwohl der StaplerCup für Benjamin Danker schon fast wie ein zweites Wohnzimmer ist, sei der Wettkampf herausfordernd gewesen. „Es sind viele sehr gute neue Fahrer mit dabei und es gab einen ganz neuen Parcours, auf den man sich nicht vorbereiten konnte.“

Im nächsten Jahr wolle der 34-Jährige so wie auch heuer wieder mit dem Motherson-Team beim Wettkampf dabei sein. Heuer habe die Neustädter Stapler-Mannschaft im Teamwettbewerb das Glück nicht auf ihrer Seite gehabt. „Wir nehmen das nächstes Jahr wieder in Angriff und schauen, dass wir Erster werden“, sagt Danker.

Es braucht Schnelligkeit und Präzision, um sich auf dem Treppchen beim StaplerCup einen Platz zu sichern. Fotos: StaplerCup