Wie aus einer Idee die „Herbergssuche am Voithenberg“ und der Verein Further Theaterallerlei entstand

Entstanden ist die „Herbergssuche am Voithenberg “aus der Idee einiger Freunde. Im Fortgang wurde der Verein Further Theaterallerlei gegründet, der auch sonst mit höchst kreativen Ideen das Publikum zu begeistern weiß.
Aus Heinz Winklmüller, Vorsitzender des Vereins, sprudeln die Worte nur so heraus, wenn es um sein Steckenpferd, die Kultur, geht. Er ist außerdem Kulturreferent der Stadt Furth im Wald, Inspizient beim Drachenstich, bietet historische Stadtführungen und vieles mehr an. Ein Kultur-Tausendsassa also. So ist es nicht schwer zu erraten, dass er auch in vorderster Reihe dabei war, als es im Jahr 2013 darum ging, die Herbergssuche aus der Taufe zu heben.
Vereinsgründung 2016
Man hatte in Erfahrung gebracht, dass die Mundartautorin Erika Eichenseer, Frau des ehemaligen Bezirksheimatpflegers Adolf Eichenseer, ein Stück zur Herbergssuche geschrieben hat. „Sie war ganz begeistert und hat sofort zugesagt“, erzählt Winklmüller. Auch der Spielort war schnell gefunden. „Die Schlossanlage Voithenberg ist einfach faszinierend und mystisch. Um so mehr freut es uns, dass uns der Stiftungsrat jedes Jahr auf das Gelände lässt.“ Eine Freundesgruppe aus 40 Begeisterten tat sich zusammen und hat die erste Herbergssuche auf die Beine gestellt. „Das lief so gut, dass man uns sogar abwerben wollte.“ Aber die Further blieben ihrem Spielort treu. Die allermeisten der Freundesgruppe sind von Anfang an dabei, darunter 14 Schauspieler, bis zu fünf Sänger und vier Bläser und viele Helfer. „Sie schultern das Stück bis heute.“
Erst im Jahr 2016 hat man dann den Verein gegründet, um dem Ganzen eine gesunde Zukunftsperspektive zu geben. Mit Ausnahme der beiden Corona-Jahre wird das Stück seither in der Adventszeit gespielt.
Los geht es am Parkplatz des Skilifts. Die Gruppe wird zur Kapelle geführt und dort von Maria und Josef empfangen. Kleine Spielszenen wechseln sich mit Musik und Gesang ab. „Darum kümmert sich Christl Hofstetter“, die das, wie alle anderen auch, ehrenamtlich macht. Dazu gehört dass man sich um Kostüme und Requisiten selbst kümmert. „Den gesamten Gewinn, den wir erwirtschaften, spenden wir für soziale Zwecke in Furth.“ Das war schon mal der Kindergarten, die Tafel oder die Pfarrei.
Auf insgesamt acht Stationen, an denen Maria und Josef immer wieder abgewiesen werden, können Zuschauer das Schicksal der zukünftigen Eltern miterleben. Sie müssen die Bosheiten des Teufels ertragen, können sich aber letztlich stets auf die Hilfe der Engel verlassen.
Doch nur einmal im Jahr die Herbergssuche zu spielen, ist den Theaterfreunden schnell zu wenig geworden. Sie wollen dabei aber nicht in Konkurrenz mit den vielen anderen kulturellen Veranstaltungen treten.
Die Vielfalt macht es aus
„Wir haben in Furth verschiedene kulturelle Sachen, je vielfältiger es ist, um so besser“, sagt Winklmüller, für den es eine Selbstverständlichkeit ist, dass man auch Veranstaltungen von Kollegen besucht. „Jeder hat seine Berechtigung und beliebt die Vielseitigkeit unseres kulturellen Lebens.“ Wenn der Vorsitzende des Further Theaterallerlei die Richtung beschreibt, die der Verein eingeschlagen hat, überlegt er kurz und sagt dann: „Wir versuchen verschiedene Genres zu bedienen. Das kann schon mal lustig und volkstümlich sein. “ genauso gut hat man aber auch schon Krimidinner oder einen Krimi von Agatha Christie aufgeführt. Es gab eine Groteske, einen Brettlabend, bei dem sich Musik und Spiel abwechseln, Hinterhoftheater bei dem es um Wilderer und Schmuggler ging und vieles Weitere mehr. „Wir sind auch immer auf der Suche nach besonderen Spielorten.“ Einmal war das schon das ehemalige Kaufhaus Bauer. „Da haben wir einen Krimi gespielt und das Mobiliar in das Stück mit eingebunden.“
Was in der kommenden Spielzeit auf dem Programm stehen wird, entscheidet sich bei der nächsten Sitzung: „Wahrscheinlich was Bayerisches“, so Winklmüller.
Voithenberger Herbergssuche
Die Herbergssuche findet am Freitag, 8. Dezember (19 Uhr) und am Samstag, 9. Dezember (18 Uhr).
Karten zum Preis von 9 Euro (Kinder 7 Euro) können bei Heinz Winklmüller, Tel.: 09973/2437 reserviert werden.
Dauer: Rund eineinviertel Stunden. Da alle Stationen nah beieinander liegen, ist die Strecke laut Winklmüller für jeden leicht zu bewältigen.
Treffpunkt ist der Skiliftparkplatz Voithenberg. Nach der Veranstaltung trifft man sich zum gemütlichen Gespräch in der Schützenhalle.

