Nach Niederlage bei OB-Stichwahl in Neumarkt: UPW geht schweren Jahren entgegen

Die Niederlage bei der OB-Stichwahl ist nicht nur überraschend, sondern auch eine Zäsur für die UPW. Die erfolgsverwöhnte Wählergemeinschaft hat mit einem großen Problem zu kämpfen – und das ist nicht die Niederlage von Thomas Thumann. Ein Kommentar von MZ-Redakteur Wolfgang Endlein
Schwere Zeiten für die UPW: Das hat nicht nur mit dem Verlust des OB-Amtes zu tun. Die Stadtratsfraktion hat eine Unwucht beim Alter ihres Personals. Ob Rudi Bayerl, Heiner Zuckschwert, Franz Düring, Werner Mümmler, Jakob Bierschneider 2026 nochmals antreten werden, ist fraglich. Rechnet man den ebenfalls verloren gegangenen Stimmenkönig der vergangenen Stadtratswahl, Thomas Thumann, hinzu, macht das rund 45000 Stimmen. Das aus dem Stand zu ersetzen, dürfte schwierig werden.
Die UPW steht am Beginn eines Neuaufbaus. Dass er kommen würde, war klar. Die Wahlniederlage werde den Wandel nur beschleunigen, heißt es aus UPW-Kreisen. Die CSU hat einen solchen Neuaufbau hinter sich und mit Erfolg gekrönt. Die Neumarkter SPD ist mitten drin. Rebecca Frank und Matthias Sander sind zwei Kandidaten für den Stadtrat, die die SPD durch Kandidaturen bei Landtags- und OB-Wahl der Öffentlichkeit bekannter gemacht hat.
UPW-Führungsriege ist jung, aber es fehlt am Unterbau
Bei der UPW ist das bei Sebastian Schauer und Daisy Miranda ebenfalls gelungen. Gemeinsam mit Fraktionschef Martin Meier sind sie die Hoffnung für die Zukunft bei der UPW, die aktuell zwölf Stadtratssitze hat. Dahinter mangelt es bislang aber an bekannten Namen. Ob es gelingt, das innerhalb von drei Jahren zu ändern, ist sehr fraglich.
Und auch wenn es kurz nach einer OB-Wahl seltsam klingt, die nächste OB-Wahl kommt bestimmt. Es ist es daher auch interessant, wie es mit dem neu zu besetzenden Bürgermeisteramt weitergeht. Der erste Stellvertreterposten des OB kann ein Puzzleteil für eine erfolgreiche OB-Kandidatur sein, wie Ochsenkühn bewiesen hat.
Wer wird Stellvertreter des Neumarkter Oberbürgermeisters?
Wird die CSU, die in dieser Angelegenheit als stärkste Fraktion am längsten Hebel sitzt, bei der Neubesetzung auf die UPW zugehen? Für das Klima im Stadtrat wäre ein UPW-Vertreter als Bürgermeister sicherlich nicht abträglich. Wer dies dann ist, wäre ein möglicher Fingerzeig auf einen OB-Kandidaten 2029.
