Berufsinfomesse in Saal: Hier erzählen Mittelschüler, was sie mal werden wollen

Von Etienne Nückel · 21. Oktober 2023 um 15:00

18 Unternehmen und Fachschulen aus Saal und Umgebung haben sich am Donnerstag auf der Berufsinformationsmesse an der Mittelschule vorgestellt.

Wir haben Schüler gefragt: Wisst ihr schon, welchen Beruf ihr ergreifen möchtet? Wie informiert ihr euch? Und was erwartet ihr von eurem zukünftigen Arbeitgeber?

• Raphael (17): „Ich möchte bei der Bundeswehr die Feldwebel-Laufbahn einschlagen. Schon als Kind habe ich mich für das Militär interessiert. Mein Vater und mein Onkel sind Soldaten. Die Infomesse hat mir etwas gebracht. Hier wurden Berufe vorgestellt, die ich vielleicht nach dem Militärdienst machen kann. Vor allem hat mich die Ausbildung zum Chemie-Laboranten bei Syntacoll interessiert.“

• Amelie (13): „Ich will Polizistin werden – oder vielleicht in die medizinische Richtung gehen. Mein Vater ist Polizist und ich möchte in seine Fußstapfen treten. Praktika möchte ich bei der Polizei in Kelheim, beim Kindergarten und bei Dm machen. Von meinem zukünftigen Arbeitgeber erwarte ich genug Geld zum Leben, dass man Zeit für die Familie hat und gute Kollegen.“

• Finn (17): „Ich möchte Elektroniker für Betriebstechnik werden, weil mich Schaltungen und Stromkreise schon als kleines Kind interessiert haben. Mein Vater hat immer an Autobatterien geschraubt. Heute hat mich Mahlo interessiert – ich habe mich dort schon beworben und es war spannend zu sehen, was die sonst noch machen. Bei meinem zukünftigen Arbeitgeber ist mir Freundlichkeit und Empathie wichtig: Dass der sieht, wenn es einem Mitarbeiter nicht so gut geht und ihm dann zum Beispiel frei gibt.“

• Kim (13): „Ich würde gerne ins Medizinische gehen. Meine Oma ist Krankenschwester. Ich möchte gerne mit Menschen zu arbeiten und ihnen helfen. Heute hat mich vor allem der Stand von Döpfer Schulen angesprochen. Die haben mir alles über den Beruf erklärt. Praktika möchte ich mal im Krankenhaus, beim Dm-Drogerie-Markt und im Hotel machen. Was einen guten Arbeitgeber ausmacht? Darüber habe ich noch gar nicht so richtig nachgedacht.“

• Sebastian (16): „Ich möchte gerne Sanitäter werden. Ich mag soziale Berufe und will Menschen helfen. Heute hat mich die Polizei ein bisschen interessiert. Und das Handwerk! Ich möchte etwas machen, wo man was tut, draußen ist und sich bewegt. Ein guter Arbeitgeber muss sich um eine gute Ausbildung kümmern und er darf nicht zu streng sein. Geld ist mir schon wichtig, aber ich würde nicht jeden Beruf machen, nur weil er viel Geld bringt. Der Beruf an sich muss mir gefallen.“

• Cathleen (14): „Ich will Architektin werden. Mich interessieren Gebäude und das Zeichnen gefällt mir. Hier an der Mittelschule will ich den Quali machen, dann die Mittlere Reife, Abi, Studium. Heute fand ich die Firma Schreiner Haustechnik ganz cool. Der hat Rohre zu Herzen gebogen. Und man hat erfahren, wie lange Ausbildungen dauern.“

• Moha (14): „Ich weiß noch nicht wirklich, wo es für mich beruflich hingehen soll. Heute hat mich kein Stand wirklich angesprochen. Aber es war sehr interessant, neue Geräte und Berufe zu sehen. Ich will jetzt meinen Quali machen und dann weiter zur Schule gehen. Wenn ich gut bin, mache ich mein Abitur. Und wenn nicht, suche ich mir einen Beruf. Was einen guten Arbeitgeber ausmacht? Das Gehalt muss stimmen und ich muss Spaß haben. Einen Beruf macht man ein Leben lang und ich kann nicht bis zur Rente einen Job machen, der mir nicht gefällt.“

• Aisha (16): „Mein Wunsch-Beruf ist Apothekerin. Ich habe mit 13 in der Türkei ein Jahr in einer Apotheke gearbeitet. Das hat mir Spaß gemacht. Es hat mir gefallen, mit Menschen umzugehen. Ich habe noch keine Ausbildung mit den Arzneimitteln gemacht, aber ich möchte ein Praktikum und nach der neunten Klasse eine Ausbildung in der Apotheke machen.“

• Robert (17): „Ich schwanke zwischen Elektroniker für Betriebstechnik und IT-System-Elektroniker. Mir gefällt es, Sachen zu programmieren. Mir gefällt es aber auch, an einer Maschine zu sitzen und Sachen zu verkabeln. Ich war heute bei den Stationen von Mahlo und vom Autohaus Wiedmann. Am hilfreichsten bei der Berufswahl fand ich allerdings bisher die Praktika, weil ich dort sehen konnte, wie die Berufe sind. Ich erwarte, dass mein zukünftiger Arbeitgeber nett ist. Ich weiß, ich sollte keine Fehler machen – ich will aber auch nicht die ganze Zeit angeschrien werden. Und ich will von meinem Lohn ein Leben leben können, das auch ein Leben ist.“

Raphael
Kim
Moha
Amelie
Sebastian
Aisha
Finn
Cathleen