Mutterschutz vorbei: Alexandra Riedl ist zurück im Rodinger Rathaus

„Ich bin total froh, dass alles so gut geklappt hat, und ich jetzt auch wieder im Rathaus sein kann“, sagt Alexandra Riedl. Nach acht Wochen Mutterschutz nach der Geburt von Söhnchen Theo ist die Bürgermeisterin zurück an ihrem Schreibtisch.
Die „Doppelbelastung“ aus der Betreuung des Kindes und dem Job sei zu stemmen, ist sie zuversichtlich, zumal sie in beiden Bereichen auf große Unterstützung bauen könne.
Am Montag hätten zwei Herzen in ihrer Brust geschlagen, erzählt Riedl: Einerseits habe sie sich auf die Arbeit gefreut, „die mir sehr viel Spaß macht“, andererseits sei es ihr nach acht Wochen schon schwergefallen, ihren Sohn daheim zulassen. Bei ihrem Gatten Manuel weiß sie Theo aber in den besten Händen, zudem sind auch noch die beiden Großeltern-Paare da, die sich um das Baby kümmern.
„Ich bin wirklich dankbar, dass das so funktioniert“, sagt die Bürgermeisterin, die dabei auch ein Vorbild sein möchte, dass sich ihr Amt (oder ein anderes politisches Mandat) durchaus auch mit einer Schwangerschaft verbinden lassen.
Sehr intensive Zeit
Sie könne aber auch jede Mutter gut verstehen, welche die ersten Jahre mit ihrem Kind verbringen möchten, betont sie, „für mich ist das aber so der richtige Weg, weil ich auch wieder als Bürgermeisterin für die Rodinger da sein möchte“. Zudem genieße sie die Zeit, die sie jetzt mit ihrem Theo hat, auch intensiv.
Die ersten Wochen mit ihrem Baby hat sie auch sehr bewusst erlebt und genossen, wie sie berichtet. „Er wird so schnell größer und lernt so viel“, erzählt Riedl. Wenn es passe, wolle sie ihn auch mal mit auf Termine nehmen, so war er etwa schon im Kinderwagen bei der Verkehrsfreigabe der vierspurig ausgebauten B85 bei Mitterdorf mit dabei, wo die Bürgermeisterin noch „inoffiziell“ vor Ort war.
Bei Abendterminen ginge das natürlich nicht, sagt sie, trotzdem wolle sie diese auch weiterhin so gut es geht wahrnehmen, „weil ich den Vereinen und Verbänden meine Wertschätzung zeigen will.“ Sollte es aber einmal zu viel werden, stünden auch ihre Stellvertreter Reinhold Schoirerer und Alfred Stuiber bereit, „es muss also niemand Angst haben, dass keiner von der Stadt kommt“.
Vertreter „haben das wirklich toll gemacht“
Für Schoirerer, der als Leiter des Veterinäramts des Chamer Landratsamtes quasi eine Doppelbelastung hatte, und Stuiber, die während ihrer Abwesenheit den „Laden im Rathaus am Laufen gehalten“ haben, hat sie großes Lob parat: „Sie haben das wirklich toll gemacht. Auf sie war Verlass.“ Ebenso hätten Geschäftsleiter Josef Kaml und Kämmerer Josef Zwicknagl dafür gesorgt, dass die Abläufe im Rathaus funktionierten. Dank des gut funktionierenden Teams habe sie die Zeit mit ihrer kleinen Familie auch wirklich genießen können, betont Riedl.
Trotzdem hat sie bei ihrem Amtsantritt am Montag nicht wenig Arbeit vorgefunden. „Es ging gleich wieder voll los“, berichtet sie. Den ersten offiziellen Termin hatte sie schon am Sonntag mit der Amtseinführung des neuen Stadtpfarrers Matthias Kienberger, „ein sehr schöner und nicht gerade alltäglicher Termin, um wieder zurückzukommen.“
Der Kalender für die nächsten Tage ist schon wieder gut gefüllt, Riedl ist sich aber sicher, dass sich alles miteinander vereinbaren lässt – wenn auch vielleicht mit etwas weniger Schlaf, „aber das kriege ich gemeinsam mit meinem Mann schon hin“, sagt sie schmunzelnd.
Freude über Glückwünsche
Sehr gefreut habe sie sich über die Anteilnahme an ihrer Schwangerschaft und die unzähligen Glückwünsche nach der Geburt. Im Rathaus hatten die Mitarbeiter Riedl mit einem Geschenk an ihrem ersten Arbeitstag nach dem Mutterschutz überrascht. „Es tut sehr gut, dass sie so viele mit uns freuen“, sagt sie strahlend.