Kommentar zum Ausgang der Landtagswahl im Landkreis Schwandorf: Ein Ergebnis mit Ansage

Der Ausgang der Landtagswahl im Landkreis Schwandorf ist alarmierend. Zeigt er doch deutlich, dass sich ein beachtlicher Teil der Wählerinnen und Wähler im Landtag bislang nicht gut vertreten fühlt und lieber auf die AfD setzt, die in Bayern vom Verfassungsschutz beobachtet wird.
Alle Entwicklungen lesen Sie im Liveticker.
Schwandorf, Bruck, Wackersdorf oder Steinberg am See, zum Beispiel: Alle vier Orte werden im Rathaus von der CSU oder der SPD regiert. Bei der Landtagswahl fallen die Gemeinden jedoch teilweise wiederholt mit 20 Prozent und mehr der Stimmen als AfD-Hochburgen auf – und das nicht ohne Ansage. Quasi seit Corona sind der Unmut und die Unzufriedenheit in der Bevölkerung deutlich hörbar. Viele, die die AfD gewählt haben, haben das aus Protest und weniger aus Überzeugung gemacht.
Wer diese Entwicklung ändern will, muss raus aus der Komfortzone, auf die Bürger zugehen und sich deren Probleme nicht nur anhören, sondern auch Lösungen präsentieren. Intensiver Dialog mit den Wählern darf nicht nur kurz vor der Wahl an den Infoständen stattfinden. Wer im Landtag sitzt, sollte mindestens genau so viel Zeit in seinem Stimmkreis verbringen.