Busfahren für Kita-Kinder wird in Bodenwöhr teurer – Vier Wünsche aus Bürgerhaushalt werden umgesetzt

Der Gemeinderat in Bodenwöhr beschäftigte sich in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause zunächst mit baulichen Angelegenheiten. Auch der Bürgerhaushalt und die Kinderbeförderung standen auf der Agenda.
Die Deutsche Funkturm GmbH (DFMG) möchte einen 50 Meter hohen „Schleuderbetonmast inklusive Outdoor-Technik“ im Außenbereich der Gemarkung Altenschwand, nördlich des Böslweihers, errichten. Die Räte erteilten das erforderliche Einvernehmen, nahmen aber in ihren Beschluss den Wunsch auf, dass auch andere Mobilfunkanbieter diesen Mast nutzen sollten.
Der Elternbeirat und die Eltern der Grundschüler hatten vor längerem eine Ampelanlage an der Einmündung der Schulstraße in die Staatsstraße 2398 angeregt. Nun legte das staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach Pläne vor.
Fahrbahn soll verengt werden
Um den nötigen Platz für die Ampeln zu schaffen, werden der nördliche und der südliche Gehweg verbreitert, dafür wird die Fahrbahn in diesem Bereich auf 6,50 Meter verengt. Dies würde die Aufmerksamkeit der Autofahrer erhöhen und die gefahrene Geschwindigkeit senken, so Björn Letz vom Bauamt. Die barrierefreie Anbindung des Fußwegs zur „Weihersiedlung“ soll durch eine Rampenanlage geschaffen werden. Dafür müsste vorab die entsprechende Grundstücksfläche erworben werden. An diesem Projekt entzündete sich die Diskussion, denn die Kosten werden vom Bauamt auf circa 480.000 Euro geschätzt, davon zahlt das Bauamt 140.000, die Kommune 340.000Euro. Die Gemeinde kann allerdings erhebliche Fördermittel erwarten. Nach längerer Diskussion wurde das Projekt gegen fünf Stimmen bewilligt.
19 Vorschläge zum Bürgerhaushalt gingen ein
Die Gemeinde Bodenwöhr hat ihren Bürgern bereits vier Mal die Gelegenheit gegeben, im Rahmen eines sogenannten Bürgerhaushalts Vorschläge für kleinere Investitionen in Bodenwöhr zu machen. In diesem Haushaltsjahr standen 15.000Euro dafür zur Verfügung. Dazu sind 19 Vorschläge eingegangen. Der Gemeinderat einigte sich auf vier Maßnahmen: Am Hirschbergweg sollen Bänke aufgestellt werden, und der Dorfplatz in Altenschwand soll mehr Aufenthaltsqualität erhalten. Außerdem sollen die Schilder am Schlossberg-Lehrpfad erneuert werden und es soll eine Dusche am Badeplatz des Kolms installiert werden. Auch für das Haushaltsjahr 2024 soll ein Betrag von 15.000Euro zur Verfügung stehen. Noch heuer wird die Verwaltung Vorschläge der Bürger sammeln, wie das Geld verwendet werden soll.
Um Finanzen ging es auch beim Thema Beförderung der Kindergartenkinder. Im Jahr 2003 beschloss der Gemeinderat, die Beförderung der Kinder aus den Ortsteilen in eigener Regie zu organisieren. Pro Kind wurde eine monatliche Gebühr von 35 Euro erhoben, für jedes weitere Kind der halbe Betrag. Der Beitrag sollte kostendeckend sein. Nun zeigte eine Aufstellung von Kämmerer Thomas Forster, dass in den Jahren von 2020 bis 2022 durchschnittliche Einnahmen von 8225,66Euro pro Jahr erzielt wurden. Dem standen im selben Zeitraum durchschnittliche jährliche Kosten von 62.125,98 Euro gegenüber. Für die kommenden Jahre erwartet der Kämmerer eine Unterdeckung von circa 79.000 Euro. Die Räte beschlossen daraufhin, die Beförderungsgebühr auf 75Euro monatlich zu erhöhen, was die Unterdeckung auf circa 62.000Euro drücken würde. Gegen drei Stimmen wurde die Neuregelung ab dem Kindergartenjahr 2024/2025 genehmigt.
Anpassung der Satzung
Für den Ersatz der Kosten, die der Feuerwehr Bodenwöhr durch Einsätze und andere Leistungen entstehen, hatte der Gemeinderat zum 1. Januar 2018 eine neue Satzung erlassen. Diese muss nun angepasst werden, da die Feuerwehr ein neues Fahrzeug erhalten hat, das in der Satzung nicht enthalten ist. Die Streckenkosten, Ausrückestundenkosten und die Personalkosten wurden neu berechnet. Der Gemeinderat beschloss die Satzung einstimmig. Da die Gemeinde ein Grundstück im Baugebiet Wirtskellerweg-Wegäcker verkaufte, musste der Gemeinderat zustimmen, um den Vertrag wirksam werden zu lassen, was er einstimmig tat.
Generationenbeirat
Mitglieder: Nachdem Günter Makolla und Andrea Graf ihre Aktivitäten in diesem Gremium beendet hatten, hat der Generationenbeirat neue Mitglieder gefunden.
Personen: Neu berufen wurden bis zum Ende der Wahlperiode 2026 Safaa Darwish, Anneliese Stangl, Auguste Weindler und Veronika Gruber.