„Ein echtes Leuchtturmprojekt“: Sportpark Ost im Kasernenviertel feiert Richtfest – und bekommt Lob

Der Rohbau steht weitestgehend – Zeit für den Richtspruch: Gestern traf sich die Stadtspitze im zukünftigen Sportpark Ost, um sich über die Fortschritte auf der Baustelle zu informieren.
Auf einen Zimmermann müsse man leider verzichten, sagte Christopher Kunze von der Firma Vollack Stahlbau bei seinem Richtspruch. Schließlich werde hier mit Beton, Steinen und Stahl gebaut. „Alle Wünsche in die Realität zu bringen, das war ein zähes und hartes Ringen“, reimte Kunze. „Doch mit Energie und viel Geschick behielten alle die Ziele fest im Blick.“
Bau soll 2025 eröffnen
Bauherr des Sportparks, in dem eine Leichtathletikhalle und ein Hallenbad entstehen sollen, ist das Stadtwerk. Dessen Geschäftsführer Manfred Koller betonte beim Richtfest: „Wir sind mit dem Bauablauf äußerst zufrieden.“ Dafür dankte er allen Projektbeteiligten. „Ein Erfolgsfaktor ist sicherlich unsere Philosophie eines wertschätzenden Miteinanders auf der Baustelle. Miteinander reden, statt zu streiten, das versuchen wir hier tagtäglich umzusetzen.“ Das Hallenbad werde allen Bürgern offen stehen. „Das Beckenangebot zielt aber auch auf das sportliche Schwimmen und auf Schwimmkurse ab.“ Die Leichtathletik werde für Sportler aus dem Breiten-, dem Schul- und Leistungssport bereitstehen. „Und für diverse Sportwettbewerbe.“
Insgesamt sollen 55 Millionen Euro verbaut werden, sagte Koller. Beim Sportpark handle es sich um ein „besonders nachhaltiges Projekt.“ Rund 6000 Kubikmeter Recycling-Beton seien verbaut worden. „Die Wärmeversorgung erfolge CO2-neutral über Solarkollektoren.“ Diese sollen über den Parkplätzen angebracht werden. Dazu komme ein Großwärmespeicher. Eine Hackschnitzelheizung decke die Verbrauchsspitzen ab. Roh- und Stahlbauarbeiten seien weitgehend abgeschlossen. Derzeit werde an der Gebäudehülle gearbeitet. „Unser Ziel ist es nach wie vor, das Gebäude vor dem Winter winterfest zu haben, sodass wir in den Innenbau gehen können.“ Das Gebäude soll im Frühjahr 2025 eröffnet werden.
Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) sagte in ihrer Ansprache, dass es bewundernswert sei, was aus ehemaligen Kasernen alles werden könne. „Man kann es fast kaum glauben, dass dieser schöne Beton mal da drüben abgebrochen wurde“, sagte das Stadtoberhaupt mit Blick auf die ehemalige Prinz-Leopold-Kaserne auf der anderen Straßenseite. Der Sportpark Ost sei gerade mit Blick auf die Nachhaltigkeit „ein echtes Leuchtturmprojekt.“ Unglaublich schnell schreite der Bau voran, sagte Maltz-Schwarzfischer. Nur 13 Monate seien seit der Grundsteinlegung vergangen. Dabei habe das Projekt einen langen Anlauf genommen. Rund zehn Jahre sei es her, als der damalige Oberbürgermeister Joachim Wolbergs erste Gespräche geführt habe.
Angebot für die ganze Stadt
Der Sportpark Ost sei ein „Signal für die Entwicklung im Stadtosten“, sagte das Stadtoberhaupt. „Gegenüber entsteht ein Wohngebiet, entstehen Naherholungsflächen. Auf der anderen Seite sind schon Sportflächen.“ Der Sportpark solle ein Angebot für die ganze Stadt sein.
Sportbürgermeisterin Astrid Freudenstein (CSU) sagte bei ihrer Rede, dass Projekt sei „die größte Investition in den Sport, die jemals in Regensburg getätigt worden ist. Und ich glaube, es ist gut angelegtes Geld.“ Auch Freudenstein betonte, dass man mit dem Sportpark verschiedene Gruppen ansprechen wolle. „Ich glaube, das ergänzt sich wunderbar. Wir erschaffen für das neu entstehende Quartier einen Kristallisationspunkt.“ Besonders das Hallenbad werde benötigt, denn die Stadt Regensburg habe wenig Wasserflächen.
Freudenstein betonte zudem: „Spitzenleistungen brauchen immer den Breitensport und optimale Trainingsbedingungen.“ An der Zeißstraße entstehe die schönste Leichtathletiktrainingshalle – zumindest in Bayern. „Wir setzen Maßstäbe.“