Feuerwehr rettet Arbeiter aus gekipptem Hubsteiger an der Sana-Klinik in Cham

Unglaubliches Glück hatten zwei Arbeiter, die am Dienstag aus 14 Metern Höhe von der Chamer Feuerwehr gerettet werden mussten. Der Unfall ereignete sich gegen 9 Uhr, weil die Arbeiter das Hubfahrzeug mit dem Ausleger auf dem Gehweg abgestützt hatten, wo die Stütze plötzlich eingebrochen war.
In der Folge neigte sich das Fahrzeug samt Insassen im Förderkorb in Richtung Sana Klinik, schrammte die Wand entlang und riss Teile des blauen Logos in die Tiefe, bevor der Förderkorb zum Stillstand kam.
Fahrzeug an Baum gesichert
Allerdings hatte der Hubwagen beim Eintreffen der Chamer Feuerwehr, die vor Ort die Einsatzleitung hatte, bereits mit den Rädern fast einen halben Meter vom Asphalt der Straße abgehoben. Wie stellvertretender Kommandant Franz Engl mitteilte, wurde zunächst die Krankenhaus-Kreuzung für den Verkehr gesperrt und das Fahrzeug an einem dicken Ahorn auf der gegenüberliegenden Grünanlage gegen weiteres Kippen gesichert. Anschließend brachte die Feuerwehr ihre Drehleiter in Stellung und fuhr sie 14 Meter hoch zum Förderkorb der festsitzenden Arbeiter aus, die anschließend umsteigen konnten und froh waren, als sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten.
Cham: Arbeiten am Blitzschutz
Auslöser des Unfalles war eine Abstützung des Hubsteigers auf dem Gehweg. Nach Recherchen unserer Zeitung wird das normalerweise vermieden, weil Gehwege nicht für solche Lasten ausgelegt sind.
Im speziellen Fall stellte sich heraus, dass der Gehweg an der Stelle auch noch unterspült war, weil dort das Wasser steil vom Berg herunter abfließt und sich einen Weg unter dem Asphalt gesucht hatte. Deswegen brach die Stütze mit Wucht kreisrund ein und das Fahrzeug kippte. Die Arbeiter wollten den Blitzschutz verlegen, der sich zu nah am neuen Sana-Logo befunden hatte. Im Einsatz vor Ort waren Rettungsdienst, Bergwacht und Feuerwehr. Beamte der Polizeiinspektion Cham haben die Ermittlungen übernommen.


