Viele profitieren: Stromversorgung auf dem Bodenwöhrer Schulgelände wurde optimiert

Seit rund zwei Wochen lässt die Bayernwerk Netz von einer Partnerfirma in der Bucherberger Straße, in Teilen der Schulstraße sowie in der Zufahrt zur Kinderkrippe in Bodenwöhr Tiefbauarbeiten erledigen. Der Grund: Die Verlegung eines neuen Stromkabels.
Seit 25. August versorgt zudem ein leistungsstarkes Stromaggregat, das zwischen der Hauptschule und der Kinderkrippe aufgestellt wurde, die Schule mit Strom. Auf dem Schulgelände befinden sich neben der Hammerseehalle, die Kinderkrippe „Si-Sa-Sinnesland“ und das ehemalige Hauptschulgebäude, in dem der BRK-Kinderhort und der Kindergarten „Pusteblume“ untergebracht sind. Ebenso werden dort derzeit die Grundschüler unterrichtet, da die alte Grundschule abgerissen und neu gebaut wird.
Was am 25. August geschah
Am 25. August gegen 11 Uhr konnte man in der Facebookgruppe „Bodenwöhr online“ lesen, in der Forststraße sei der Strom ausgefallen. In den dazu geposteten 17 Kommentaren wurde der Beitrag mit weiteren Stromausfällen in der Weihersiedlung und in Blechhammer bestätigt. Außerdem wurde bekannt, dass auch es auch im gesamten Schulgelände keinen Strom mehr gab. Kurz darauf postete die Gemeinde, dass in Blechhammer sowie in der Weihersiedlung der Strom ausgefallen sei, das Bayernwerk informiert sei und sich darum kümmern wird.
Was war passiert? Wie bei einem anderen größeren Stromausfall zu Beginn des Jahres, bei dem ein Baum bei Pechmühle in die Stromleitung gefallen war, vermutete man von Seiten der Gemeinde infolge des stürmischen Wetters zunächst einen ähnlich gelagerten Fall, jedoch Fehlanzeige.
Schließlich stellte die Bayernwerk Netz fest, dass ein papierisoliertes 20 kV Erdkabel, welches die alten Hauptschule und die Krippe mit Strom versorgte, Auslöser für die Stromausfälle war. Dieses Kabel wurde allem Anschein nach beim Bau der alten Hauptschule Mitte der 70er Jahren von der Buchberger Straße quer durch das Schulgelände verlegt. Wegen der damals eingebauten Elektroheizung war so ein vergleichsweise leistungsstarkes Kabel notwendig gewesen. Dieses wurde nun bei den Abbrucharbeiten der alten Grundschule beschädigt.
Lage der Leitung war nicht genau dokumentiert
Wie sich herausgestellt hat, war die exakte Lage des Kabels in der Erde nicht mehr zutreffend dokumentiert. Dennoch hätte die ausführende Firma zur Sicherheit der Arbeiter und für eine ungestörte Stromversorgung das Kabel vor den Arbeiten orten lassen oder letztlich eine Abschaltung beim Netzbetreiber anfragen können, teilte das Bayernwerk Netz auf Nachfrage mit, so dass alle Kunden alternativ versorgt gewesen wären.
Durch die Beschädigung des Kabels gab es aber einen Kurzschluss, wodurch mehrere Sicherungen fielen und damit zeitweise auch der Strom in Blechhammer und in der Weihersiedlung weg war.
Bei dem beschädigten Kabel handelte es sich um ein in den 1970er Jahren produziertes Mittelspannungserdkabel, dessen Innenisolierung nach damaligem Stand der Technik aus ölgetränktem Papier besteht. In Wasserschutz- oder Naturschutzgebieten werden alte Kabeln dieser Art, die nicht mehr verwendet werden, ausgebaut, sobald die neue Stromleitung in Betrieb gegangen ist, teilte die Pressestelle des Bayernwerkes auf Nachfrage mit. Da es sich um kein solches Gebiet handelt, ist es ausreichend, das Kabel zu schließen und es im Boden zu belassen.
Abschluss der Arbeiten spätestens am Dienstag
Um das Schulgelände wieder sicher mit Strom zu versorgen, hat die Bayernwerk Netz noch vor Ferienende in der Schulstraße und in der die Buchberger Straße mit den erforderlichen Tiefbauarbeiten begonnen und Ersatzkabel verlegt, damit der Schulverkehr an diesen neuralgischen Punkten bei Schulbeginn nicht gestört wird.
Seit letzter Woche wurde nun ein neues Ersatzkabel in die Buchberger Straße auf öffentlichem Grund verlegt. Zu Beginn nächster Woche bis spätestens Dienstag soll die Baustelle abgeschlossen sein. Das neue Kabel geht in Betrieb und das Notstromaggregat wird abgebaut. Die Asphalt-Arbeiten folgen später.
