Schönek nimmt nächste Hürde zur Erweiterung – Nittenaus Grüne üben aber Kritik

Von Cornelia Lorenz · 22. September 2023 um 15:00

In der jüngsten Sitzung des Nittenauer Stadtrats standen viele Themen auf der Tagesordnung. Unter anderem ging es um die Erweiterung der Firma Schönek und einen vorzeitigen Rückzug aus dem Gremium.

Stefan Zwicknagl (FW) verlässt den Stadtrat

Bei der Stadtratsfraktion der Freien Wähler steht ein Wechsel an: Stefan Zwicknagl legt sein Mandat zum 30. September nieder. In seinem Schreiben an Bürgermeister Benjamin Boml (FW) machte Zwicknagl berufliche Gründe für diesen Schritt geltend. Wie Boml erläuterte, rücke als Listennachfolger Gunther Stangl in den Stadtrat nach.

Jugendsozialarbeit an der Grundschule

Auch an der Grundschule Nittenau soll es künftig einen Jugendsozialarbeiter geben: Der Stadtrat hat beschlossen, den Kostenanteil zur Mitfinanzierung der Stelle in Höhe von 13500 Euro im Haushalt einzuplanen. Die Grundschule Nittenau hatte beim Landkreis einen Antrag auf Jugendsozialarbeit gestellt. In der Jugendhilfeausschusssitzung vom 17. April war der Bedarf für eine Vollzeitstelle an der Grundschule festgestellt worden. Die bereits bestehende Vollzeitstelle an der Mittelschule Nittenau bleibt davon unberührt.

Boml informierte über Kinderbetreuung

Im Rahmen der jüngsten Stadtratssitzung informierte Bürgermeister Benjamin Boml (FW) auch über die aktuelle Situation an den sieben Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet. Derzeit würden 99 Krippenkinder in acht Gruppen und 285 Kindergartenkinder in 13 Gruppen betreut. Außerdem gebe es eine Tagesmutter, die sieben Kinder betreue.

Nach Rücksprache mit dem Landratsamt sei es kurzfristig gelungen, in der Einrichtung an der Fischbacher Straße eine zusätzliche altersgemischte Gruppe als Übergangsgruppe einzurichten. Die Räume seien zuvor von der Eltern-Kind-Gruppe genutzt worden, die nun in den ersten Stock des Gebäudes umgezogen sei. Boml betonte, es sei erfreulich, dass die Überbelegung in den sieben Betreuungseinrichtungen mit in Summe acht Kindern sehr gering sei.

Neues Fahrzeug für den städtischen Bauhof

Mit 150.000 bis 200.000 Euro muss die Stadt für die Anschaffung eines neuen Multicars für den Bauhof rechnen. Das bisherige Fahrzeug sei mittlerweile elf Jahre alt und weise diverse Mängel auf, erläuterte Bauamtsleiter Josef Lingauer den Stadträten. Eine Reparatur koste knapp 30.000 Euro. Florian Doll (FW) fragte, ob das Multicar, das erst rund 5000 Nutzungsstunden auf dem Buckel habe und nun aber durchgerostet sei, nicht richtig gewartet worden sei. Lingauer entgegnete, man lege beim Bauhof großen Wert auf die Pflege der Fahrzeuge.

Schönek-Erweiterung: Stadtrat billigt Entwürfe

Ein weiterer formaler Schritt für die geplante Erweiterung des Gummiwerks Schönek in Nittenau ist erfolgt: Die Stadträte billigten den Entwurf zur Änderung des Flächennutzungsplans und den Entwurf zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans.

Beide Entwürfe müssen nun der Öffentlichkeit sowie Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange vorgelegt werden. Auf dem rund 15,6 Hektar großen Areal direkt neben dem Schönek-Gelände sollen drei neue Hallen entstehen, die mit einer PV-Anlage versehen werden sollen.

Gegenstimmen gab es von den beiden Grünen-Vertretern. Elisabeth Bauer kritisierte, dass für die Erweiterung in Nittenau Wald gerodet werde und die Ausgleichsflächen dafür anderswo, zum Beispiel in Taxöldern, angesiedelt seien.