Nach dem Umbau: K+B-Filiale in Bad Kötzting zeigt sich in modernem Ambiente

Vieles hat sich geändert, seit Unternehmensgründer Josef Kappenberger vor 18 Jahren in Bad Kötzting die K+B expert-Filiale eröffnete. Das Einkaufsverhalten der Kunden änderte sich, die Palette an elektronischen Geräten ebenso; und der Online-Handel wuchs. Bei all diesem „Wandel im Handel“ habe sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben, nach vorne zu blicken, sagt der Sohn des Firmengründers, Josef Kappenberger sen. Er und sein Bruder Thomas sind heute Geschäftsführer von K+B. Sie glauben nach wie vor an den stationären Handel – und an den Standort Bad Kötzting. Letzterer wurde am Donnerstag nach drei Monaten Umbauzeit wiedereröffnet.
Auf Nachhaltigkeit geachtet
Wie sein Vater vor 18 Jahren übernahm Josef Kappenberger sen. die Neueröffnung nach dem Umbau. Die Beleuchtung der Filiale sei auf LED umgestellt, Bodenbeläge und Regale ausgetauscht und „Erlebniswelten“ eingerichtet worden. Der Bereich der Telekommunikation wurde ausgebaut, die Haushaltsgeräteabteilung komplett neu aufgestellt und auch die Kaffeewelt neu gestaltet. Kappenberger: „Bei allem achten wir besonders auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.“
Kappenberger verwies auf den Rückhalt seiner Familie – mittlerweile ist die dritte Generation in die Geschäftsführung eingestiegen – und die „ganze K+B-Mannschaft, die an einem Strang gezogen hat. Wir haben einen wunderschönen Laden bekommen“. Trotz der Online-Konkurrenz glaube er an den stationären Handel: „Die Kunden wollen eine Beratung, wollen die Ware sehen und anfassen.“
„Mutig und richtig“
Landrat Franz Löffler nannte den Filial-Umbau einen „mutigen und richtigen Schritt“ in bewegten Zeiten. Schon die Gründer Josef Kappenberger und Michael Braun seien 1960 mutig gewesen und hätten „immer zwei Schritte vorausgedacht“. Die Firma K+B sei ein Spiegelbild der Gesellschaft, was die kommunikative Entwicklung betreffe – „und die ist noch nicht zu Ende“.
Löffler lobte K+Bs Bekenntnis zur Heimat und die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen. Der Service, nicht immer gleich ein neues Gerät verkaufen zu wollen, sondern zu schauen, ob sich das alte noch reparieren lässt, „das berührt mich“.
Bürgermeister Markus Hofmann gratulierte der „Familie“ Kappenberger: „Schön, dass die nächste Generation eingebunden ist – und ein Glück, dass Sie schon so lange bei uns in Bad Kötzting sind.“ Mit solch traditionsbewussten Familienunternehmen sei Bad Kötzting gut aufgestellt. „Aber man darf nicht stehenbleiben, muss sich immer etwas einfallen lassen“ wie die neue Produkt-Präsentation oder die freundlichen neuen Räume nach dem Umbau. Auch die Stadt versuche, ihren Teil dazu beizutragen, um die Menschen in die Innenstadt zu bringen. „Wir als Kommune investieren jetzt in ein neues Parkhaus mit Bibliothek.“
Weil das Unternehmen nicht nur „Verantwortung für die Mitarbeiter, sondern auch für bedürftige Menschen“ habe, überreichte Josef Kappenberger Landrat und Bürgermeister jeweils eine Spende für soziale Zwecke. Für die Kunden gibt es anlässlich der Neueröffnung ab Freitag diverse Aktionen und Angebote.
Rund um den Umbau
Zahlen: Ein „hoher sechstelliger Betrag“ sei in den Umbau des Bad Kötztinger Standorts gesteckt worden, informiert Josef Kappenberger jun., der wie seine Cousine Nina Kappenberger in die Geschäftsführung des Betriebs eingebunden ist. Die Arbeiten erfolgten während des laufenden Betriebs in den vergangenen drei Monaten.
Sortiment: In den umgebauten Räumen sei neue Ware zu finden, etwa Balkonkraftwerke oder LED-Scooter. Auch die Anzahl der energieeffizienten Geräte im Verkauf sei gestiegen. Weil die Nachfrage zu gering sei, gebe es schon seit längerem keine CDs mehr zu kaufen. Kappenberger jun.: „Wir sind aber natürlich nach wie vor ein Vollsortimenter.“
Personal: Im Zuge des Standort-Umbaus hat K+B expert in Bad Kötzting auch neue Mitarbeiter eingestellt. Im gesamten Landkreis Cham zählt das Unternehmen 500 Mitarbeiter, 1000 sind es in der ganzen Unternehmensgruppe. Der Mietvertrag zwischen K+B und dem Möbelhaus Wanninger war übrigens im Frühjahr erst verlängert worden.
