Junger Römer im Kulturhaus von Neustadt a.d. Donau fasziniert Besucher

Von Roswitha Priller · 18. September 2023 um 11:00

Bei schönstem Sommerwetter fand Sonntag der Herbstmarkt in Neustadt statt. „Heuer hat das Wetter ein Einsehen mit uns“, freuten sich einige Fieranten, nachdem letztes Jahr der Herbstmarkt bei Dauerregen nur die treuesten Gäste angelockt hatte. Die Nachbildung eines jungen Römers sorgte für Aufsehen.

Ab den Mittagsstunden füllte sich die Innenstadt und die Besucher nutzten die Temperaturen aus, um gemütlich Speisen und Getränke zu genießen, zu Flanieren und zu Ratschen. Auch für die Kinder war einiges geboten, so stand einem unterhaltsamen Familiensonntag in der Neustädter Innenstadt nichts im Wege.

Zusätzlich zu den geöffneten Geschäften und Lokalen verlockten Fieranten mit ihren Angeboten zum Bummeln und Shoppen. Einen Blick in das Kulturhaus „Storchenwirt“ ließen sich viele interessierte Besucher nicht entgehen. Ein täuschend lebensecht nachgebildeter Römer gleich am Eingang des Kulturhauses, der nur locker ein Handtuch um die Hüften geschlungen hat, rief großes Erstaunen hervor.

„Das ist Wahnsinn, wie echt der aussieht. Man meint, der ist lebendig“, zeigte sich Angelika aus Mindelstetten erstaunt. Selbst ein paar Schweißtropfen rannen dem jungen Mann aus der Zeit von vor etwa 2000 Jahren noch durchs Gesicht.

„Ein schönes Ziel“

Die Mindelstettenerin war bei perfektem Wetter mit ihrem Mann per Radl nach Neustadt gekommen. „Der Herbstmarkt ist für uns ein schönes Ziel“, waren sich beide einig. Die Figur sei ein römischer Krieger, der gerade aus dem Badehaus komme, erläuterten Christina Fanderl und Nina Kutschuk vom Kulturhaus. Damit passe er perfekt in die Neustädter und Bad Gögginger Vergangenheit. Sie freuten sich über das Interesse an ihrer Einrichtung sowie an dem großen Bildungsprogramm der Neustädter VHS, über das man sich ebenfalls informieren konnte. Nur ein paar Meter entfernt konnten sich die jüngsten Gäste von den Tänzerinnen der Spumantia schminken lassen. „Es waren schon richtig viele Kinder da“, gab Emily (13) Auskunft. Das beliebteste Motiv sei heuer eindeutig das Einhorn, gefolgt von Katze und Schmetterling. Gerade ließ sich ein kleiner Junge von Emily gekonnt in eine Katze verwandeln. Der Einsatz der Tänzerinnen wurde mit Spenden belohnt. „Wir müssen uns ja viel für unsere Auftritte schminken, deswegen haben wir ein gewisses Händchen dafür“, erläuterte Emily die Schminkkünste der Spumantia. Zudem fänden sie es wichtig, dass es ein Angebot für Kinder gibt. Über ein Angebot für die ganz Kleinen freute sich auch die kleine Lorin, die mit ihrer Mama in dem eigens hergerichteten Sandkasten anzutreffen war. „Lorin ist ganz happy hier“, meinte die Mutter zufrieden.

Fliegende Handtaschen

Die etwas größeren Kids sprangen und tobten zu lustiger Kindermusik eifrig in der Hüpfburg. Ein tolles und gleichzeitig karitatives Angebot für nahezu alle Altersklassen war der Handtaschenweitwurf vom Förderverein des St. Josefs Altersheim.

Vorsitzender Franz Vogel und sein Vize Rudi Halbritter generierten mit dem sportlichen Klamauk einiges an Spendengeldern für die Senioreneinrichtung. Tobias (5) aus Mülhausen konnte seine Wurfleistung durchaus sehen lassen. Voller Eifer wollte Michael (39) aus Irnsing es dem Dreikäsehoch mindestens gleichtun – und warf so schwungvoll, dass die Tasche auf dem benachbarten Dach im Schneefang hängenblieb. Die Aktion lockte viele Schaulustige an, so dass sich Vogel und Halbritter über viele Handtaschenwerfer freuen konnten.

Die Drei-Mann-Band „Non Stop“ machte ihrem Namen alle Ehre und spielte einen groovigen Song nach dem nächsten. Ein tanzfreudiges Pärchen ließ sich nicht lange bitten und wirbelte gekonnt übers Straßenpflaster. „Bei so guter Musik muss doch getanzt werden“, meinten Jürgen und Maria aus Bad Gööging begeistert, bevor sie sich ebenfalls dem Bummeln und Flanieren zu wendeten.

Ein Tänzchen in Ehren ...
Das Angebot der Fieranten fand regen Zulauf.