Mehr als 1000 Demonstranten setzten in Regensburg starkes Zeichen für den Klimaschutz

Mächtig was los war am Freitagnachmittag in der Regensburger Altstadt. Nach Angaben der Polizei nahmen rund 1250 Menschen an einer mehrere Stunden dauernden Demonstration für den Klimaschutz teil. Dabei gab es vor den Arcaden, auf dem Neupfarrplatz und vor dem Justizgebäude Kundgebungen, in denen unter anderem die deutsche und weltweite Klimapolitik hart kritisiert wurde.
Die Fridays for Future hatten im Rahmen eines weltweiten Aktionstags auch in Regensburg zum Protest aufgerufen. Etliche andere Organisationen schlossen sich der Demonstration an. Am Fuß der Galgenberger Brücke sammelten sich am frühen Nachmittag die Menschen. Hier wurden auch die ersten Reden gehalten. „Wir müssen alle immer wieder auf die Straße“, forderte Christine Rüth von den Scientists for Future, die mitdemonstrierten.
Alle Altersgruppen waren vertreten
In einem langen Protestzug wanderten die Menschen dann in die Innenstadt. Alle Altersgruppen, von ganz kleinen Kindern bis zu Senioren, waren bei den Teilnehmern vertreten. Offizielle Gegenproteste zu der Veranstaltung gab es keine. Ab und an war einzig etwas Kritik von Passanten zu hören. Zudem hatten sich drei junge Männer nahe der Kundgebung demonstrativ mit einem Bier in der Hand auf ihre mitgebrachten Klappstühlen gesetzt. „Wir finden das alles ziemlich lustig, deswegen sind wir hier“, sagte einer von ihnen. Die Haltung der Demonstranten würden sie nicht teilen und auch deren wissenschaftlichen Informationen zweifeln sie nach eigenen Angaben an.
Unbeirrt von diesen Gegenmeinungen riefen die Fridays for Future bei den Kundgebungen zum Protest auf. „Wenn wir eine gerechtere Welt wollen, müssen wir sie uns erstreiten“, sagte eine der Rednerinnen. Es wurde eine „radikale Kehrtwende“ des politischen Handelns gefordert: „Denn es geht um alles, um unserer Überleben.“
Auch Greenpeace beteiligte sich
Für die Statements gab es von den Demonstranten großen Applaus. Auch von den weiteren beteiligten Gruppen gab es Kritik an den aktuellen Zuständen. „Leider verschließen viele Bürger und Politiker die Augen“, sagte etwa Cornelia Wabra von den Omas for Future. Mit vielen Plakaten war zudem die Regensburger Greenpeace-Gruppe vertreten.
Die Polizei zog nach der Demonstration eine positive Bilanz. Es habe keinerlei unerwartete Zwischenfälle gegeben, sagte Sprecherin Kerstin Stolze. Der Verkehr sei in den betroffenen Bereichen immer so schnell wie möglich wieder freigegeben worden.