Vollsperrung der Kumpfmühler Straße lässt viele Autofahrer verzweifeln

Es bleibt abenteuerlich im Regensburger Stadtteil Kumpfmühl – und das sowohl für die Einheimischen als auch für auswärtige Verkehrsteilnehmer. Wie ein Vor-Ort-Besuch an der Kumpfmühler Kreuzung zeigte, tun sich die Autofahrer mit der veränderten Verkehrsführung enorm schwer.
Verblüfft reiben sie sich die Augen, wenn sie von der Kumpfmühler Straße aus die Kreuzung passieren wollen, dies aber nicht mehr geht. Spätestens die Barrieren unmittelbar vor dem sogenannten Stachus stellen sie vor vollendete Tatsachen.
Verwirrung am Steuer
Dort erfolgt ein Wendemanöver nach dem anderen – ob nun das Autokennzeichen mit dem Buchstaben R, M oder D beginnt. Verwirrt, wo entlang sie denn sonst fahren sollen, drehen die Fahrer in Richtung Theresienkirche um. „Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis jemand zum Geisterfahrer wird“, sagte ein Passant, der sich das Szenario ebenfalls anschaute. Denn das letzte Stück hinunter zur Kreuzung ist nur Anwohnern vorbehalten – und für diese wurde temporär die Einbahnregelung aufgehoben. Oberhalb der Theresienkirche gilt die Einbahnregelung wie gewohnt – und so sind die Autofahrer dazu angehalten, an der Kirche entweder links oder rechts abzubiegen. Bis sich diese Regelung in den Köpfen einpendelt, wird offensichtlich noch etwas Zeit vergehen.
Denn: Die veränderte Verkehrsführung ist noch so frisch wie der Straßenbelag der teils freigegebenen Kumpfmühler Brücke. Weil die Arbeiten im nördlichen Kreuzungsbereich fertig sind, kann man aus der Stadt kommend wieder nach rechts in die Kirchmeierstraße einbiegen. Geradeaus in die Bischof-Wittmann-Straße zu fahren ist nach wie vor nicht möglich wie das Linksabbiegen in die Friedenstraße. Ein Nebeneffekt: Aufgrund der weiterhin gültigen Einschränkungen ist die Brücke zumindest in Nord-Richtung weniger von Autofahrern frequentiert.
Fertig geworden ist im ersten Bauabschnitt unter anderem die verlängerte Rechtsabbiegerspur in der Friedenstraße. Statt wie bislang 40 Meter ist sie nun 90 Meter lang. So können sich motorisierte Verkehrsteilnehmer frühzeitiger einordnen, was wiederum Stauungen mindert. Den Radstreifen nebenan ließen die Planer auf 2,50 Meter verbreitern.
Haltestelle jetzt barrierefrei
Ebenfalls wurde die Haltestelle Gutenbergstraße zu einer barrierefreien Busbucht umgebaut. Dort haben Radfahrer und Fußgänger nun wesentlich mehr Raum – auch diejenigen, die an der Kreuzungsampel warten.
Bis man alle gewünschten Vorteile genießen kann, muss man sich noch gedulden. Laut Stadt dauert der aktuelle, zweite Bauabschnitt an der Kreuzung etwa vier Wochen. Erst danach ist die gewohnte Verkehrsführung zurück – und mit ihr auch die übliche Linienführung im Busverkehr.

