Fehlalarm im Stadtamhofer Spitalwohnheim: So verhinderte die Feuerwehr Panik

Unruhiger Start in die Woche für die Stadtamhofer: Am Montagmorgen steuerten mehrere Krankenwagen und Feuerwehrautos mit Martinshorn und angeschaltetem Blaulicht den Spitalkomplex im Regensburger Stadtteil Stadtamhof über die Protzenweiherbrücke an.
Weil zu diesem Zeitpunkt die ersten Cafés und Geschäfte im Bereich des Brückenbasars öffneten, bekamen den Einsatz viele Menschen mit. Ausgelöst hatte ihn ein Brandmelder im Alten- und Pflegeheim des St. Katharinenspitals. Das Gerät hatte angeschlagen und die Rettungskräfte alarmiert. Grundlos wie Johannes Zitzl von der Berufsfeuerwehr Regensburg sagt: „Das war ein Fehlalarm. Es gab keinen Auslöser wie eine brennende Zigarette oder so etwas“, sagt er. Sekunden nach dem Eintreffen der Rettungskräfte war das geklärt und der Einsatzzug rückte wieder ab. Die Bewohner des Seniorenheims mussten ihre Zimmer wegen des Fehlalarms zudem nicht verlassen.
Wie aber verhindern die Zuständigen in so einem Fall, dass Panik unter den Bewohnern ausbricht? Immerhin sind manche von ihnen bettlägerig, weswegen ein Feueralarm den Hilflosen zumindest einen großen Schreck einjagen würde. Zitzl erklärt: „In Seniorenwohnheimen oder Krankenhäusern bekommen die Patienten vom akustischen Warnsignal im Falle einer Alarmierung aus diesem Grund nichts mit.“ In diesen Einrichtungen gebe es aber gute Vorkehrungen gegen solche Notfälle, so dass die Betreuenden auch schon vor dem Eintreffen der Feuerwehr damit beginnen könnten, die Menschen aus ihren Zimmern zu bergen. „Sollte es aber zu Rauchentwicklung kommen, ist die Grenze erreicht“, sagt der Feuerwehrmann. Ab diesem Zeitpunkt seien er und seine Kollegen für die Rettung der Bewohner und Patienten zuständig. Die Feuerwehr hält für Einsätze in Einrichtungen wie diesen eine Laufkarte bereit. So wissen die Rettungskräfte, wie sie warnenden Brandmelder am schnellsten erreichen. „Das klappt innerhalb von Sekunden“, sagt Zitzl von der Berufsfeuerwehr.