Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber besuchte Hof der Familie Piehler in Irrenlohe

Ehepaar Piehler betreibt einen Hof in Irrenlohe: Von der Aufzucht über die Schlachtung und Verarbeitung bis hin zur Vermarktung geschieht alles vor Ort. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, MdL Alexander Flierl und weitere informierten sich vor Ort.
Hubert und Marianne Piehler betreiben einen Bauernhof in Irrenlohe. Von der Tieraufzucht über die Schlachtung und Verarbeitung bis hin zur Vermarktung im eigenen Laden geschieht alles am Hof. Dort traten sich zu einem Gespräch die Bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, MdL Alexander Flierl, Vertreter der CSU, ihre Kandidaten für den Land- und den Bezirkstag, Verbändevertreter und Interessierte. Bevor es soweit war, und die Gesprächsrunde stattfand, gab es einen Rundgang zu den Nachbarhöfen der Familie Forster, die Gemüse anbauen und zum Schnellinger Bräu.
Regionalität in Irrenlohe wird großgeschrieben
Dort baut Jürgen Schnellinger Hopfen an und braut sein eigenes Bier. In Irrenlohe bekommt man in den Hofläden der verschiedenen Erzeuger, die Produkte, die man zum Leben braucht.
Wie die Ministerin bemerkte: „Irrenlohe ist ein ernährungsautarkes Dorf, so etwas ist nicht selbstverständlich“. Nachdem alle mit einer zünftigen Brotzeit versorgt waren, begrüßte Alexander Flierl die Gäste. Darunter Landrat Thomas Ebeling, den OB von Schwandorf, Andreas Feller, die Vertreter verschiedener Verbände und Ämter, sowie die CSU-Kandidaten und -Funktionäre. Er umriss mit einigen Zahlen die Bedeutung, die die Landwirtschaft für den Landkreis und für Bayern habe. In ihrer Rede lobte die Ministerin zunächst die Leistungen der Familie Piehler, die von der Tieraufzucht, der Schlachtung, der Verarbeitung und der Vermarktung alles auf ihrem Hof verwirklichten und damit die gesamte Wertschöpfungskette in der Hand behielten. Sich von der besten Seite zu zeigen, sei für die Landwirtschaft besonders wichtig, dafür gebühre der Familie Piehler Dank und Respekt, so Kaniber. An die Medien gewandt, sagte sie aber auch: „103.000 Betriebe in Bayern – bitte reden Sie darüber.“
Direktvermarktung stand als Thema im Mittelpunkt
Der Ministerin sei das Thema Direktvermarktung wichtig. Jeder zehnte landwirtschaftliche Betrieb in Bayern sei heute bereits Direktvermarkter, so die Ministerin. Der Kunde kaufe direkt beim Erzeuger. Dadurch komme es zu direkten Kontakten zwischen Verbrauchern und Bauern, für die Höfe ergäben sich Zusatzeinnahmen und die Wertschöpfung bliebe vor Ort.
Ein weiteres Thema war für sie der Bürokratieabbau. So gäbe es einen Beauftragten für Bürokratieabbau, die Staatsregierung habe bereits Initiativen in die Wege geleitet. Zur Unterstützung der regionalen Schlachtstruktur, wie das auf dem Piehlerhof mit einem eigenem Schlachthof gegeben sei, habe man die Fleischhygienegebühren reduziert, erläuterte die Ministerin eine Maßnahme der Regierung.
In der anschließenden Diskussion wurde Ärger geäußert über verschiedene einschränkende Bestimmungen, über den Flächenverbrauch durch Freiflächen-Photovoltaikanlagen und über mögliche Einschränkungen bei der Entnahme von Grundwasser zur Bewässerung.
Die Ministerin machte die Politik der Ampelregierung in Berlin für vermeintliche Fehlentwicklungen verantwortlich. Die Auflagen, die von dort kämen, spielten vor allem den großen Agrariern in die Hände.
Den Mitgliedern der Letzten Generation, die sich auf Straßen festklebten, empfahl sie, die Arbeit bei Bauern auf dem Land zu beobachten, um zu sehen, was da für den Klimaschutz getan werde.
