Neuer Ärger um Regensburger Luxusklo – Darum hat die Stadt die Sitzbank abmontiert

Sie kostete rund 900.000 Euro und sorgt immer wieder für Schlagzeilen: Um das Luxus-Klo am Schwanenplatz in Regensburg wird es einfach nicht ruhig. Erst dauerte der Bau ewig, dann explodierten die Kosten und vor rund einem Jahr wurde sie auch noch ins Schwarzbuch der Steuerzahler aufgenommen. Nun hat die Stadt die Sitzbänke in dem überdachten Bereich neben den Toiletten abmontiert.
Die Stadt erklärt ihren Schritt auf Anfrage so: „Die Sitzbank des Servicegebäudes am Schwanenplatz wurde seit der Inbetriebnahme des Servicegebäudes als Schlafmöglichkeit und Aufenthaltsort von Obdachlosen genutzt.“ In der Tat konnten Regensburger dort häufiger offensichtlich obdachlose Menschen erspähen, die ihre Zeit insbesondere auf der Bank verbrachten. Dabei wurde insbesondere eine obdachlose Frau zum Teil sehr laut und brüllte Passanten an. Das bestätigt auch die Stadt. Besucher der WC-Anlagen seien bedrängt und beschimpft worden – auch Mitarbeiter der Stadt habe es getroffen. Dabei kam es auch zu Polizeieinsätzen, teilt die Stadt auf Anfrage mit.
Regensburger Luxusklo: Problem mit Müll
Darüber hinaus sei es zu „massiven Müll- und Schmutzproblemen“ gekommen. Zudem seien von der Bank aus Tauben gefüttert worden. Dadurch sei die „Toilette für alle“ – ein besonders behindertengerechtes WC − durch den Kot der Tiere verschmutzt worden.
Die Stadt hätten die Einsätze aufgrund dieser Verschmutzungen jeweils 400 Euro gekostet. Dazu kamen die Kosten für die regulären Reinigungen. „Aus diesen Gründen wurde die Sitzbank des Servicegebäudes am Schwanenplatz bis auf Weiteres abmontiert.“
Derzeit prüfe die Stadt eine Alternative zur Sitzbank. Zudem werde man den Kontakt zu den Streetworkern der Caritas und der Organisation „drugstop“ suchen.