Erneuerung der Ortsdurchfahrt Bernried: Straßenbauer stellen weitere Pläne vor

„Leider können wir nicht über Nacht zaubern.“ Das sagte Baudirektor Richard Bosl bei einem Pressetermin im Rötzer Rathaus, als die Pläne für die Ortsdurchfahrt Bernried vorgestellt wurden.
Bürgermeister Stefan Spindler hatte in Bezug auf die Erneuerung der Ortsdurchfahrt Bernried zu einem Gespräch in den Sitzungssaal des Rathauses geladen. Mit dabei waren vom Straßenbauamt Richard Bosl und Bauleiter Uwe Friedrichs, vom ausführenden Bauunternehmen, der Familie Rappl Gmbh Robert Niesner und der Bernrieder Stadtrat Stephan Rötzer.
Eine komplexe Baumaßnahme
„Wir sind froh, dass es ist am letzten Montag losgegangen ist.“ Bosl zeigte sich erfreut und gab einen kurzen Überblick über die doch sehr komplexe Baumaßnahme. Es ist nicht nur der Straßenbau, sondern es werden Gehwege an- und viele Leitungen verlegt. Außerdem wird eine Druckleitung durch die Stadt Rötz in die Baumaßnahme mit einbezogen.
Auch das Amt für Ländliche Entwicklung ist finanziell mit involviert. Für die Erneuerung der Durchfahrt ist eine Investition von ungefähr 1,5 Millionen veranschlagt. Das ist bei einer Ausbaulänge von 500 Metern innerhalb der oberen Kategorie. Aber da es sich in Bernried um eine der schlechtesten Ortsdurchfahrten im Landkreis Cham handelt, sei dieser Ausbau dringend notwendig. Es sei ebenso schön, dass mit der Firma Rappl ein örtliches Unternehmen diese Arbeiten ausführen kann, so Bosl. Die Wertschöpfung bleibe somit in der Region. Mit den Umleitungen sei es momentan noch etwas schwierig, weil auch die B22 in Rötz noch nicht fertig ist.
Über die Bauabschnitte informiert
Bauleiter Uwe Friedrichs erklärte die Bauabschnitte. Der erste Abschnitt beginnt an der Einmündung Point und endet am Ortsrand an der Einmündung Haselrieder Weg. Über den Winter soll der Verkehr frei gegeben werden. Der zweite Bauabschnitt soll im nächsten Jahr von der Einmündung Point in Richtung Rötz bis zur Einmündung Bergstraße verlaufen. Während des ersten Bauabschnittes verlegt die Stadt Rötz außerdem die Druckleitung.
Uwe Friedrichs verkündete die gute Nachricht, dass die B22 am Montag in beide Richtungen frei gegeben wurde. Robert Niesner von der Familie Rappl führte dazu aus, dass die Einfahrt Rötz weiterhin gesperrt bleiben solle. Die Ampelanlage und die Einmündung sollen zwischen Mitte und Ende September dann wieder frei befahrbar sein. Es sind aber noch massive Eingriffe für den Abbau der Verkehrseinrichtungen notwendig.
Bürgermeister Spindler gab außerdem an, dass die Kläranlage in Bernried aufgelassen werden müsse. Dort würde ein Pumpenhäuschen gebaut. Die notwendigen Bauanträge seien gestellt und in diesem Jahr solle die Druckleitung noch verlegt werden.
Er sprach dabei von einer großen Belastung für die Anwohner. Dies bestätigte auch Bosl: „Leider können wir das Ganze nicht über Nacht zaubern!“
Stadtrat Stephan Rötzer wird sich noch einmal mit den Bewohnern in Verbindung setzen und sie laufend über alles informieren.
Uwe Friedrichs richtete noch einmal einen eindringlichen Appell an alle Verkehrsteilnehmer: „Bitte folgt den eingerichteten Umleitungen!“. Es seien immer Bagger und Lkw unterwegs und es bestünde die Gefahr von Unfällen. Außerdem würden die Arbeiter immer wieder aufgehalten. Denn sie müssen ihre Arbeit unterbrechen, wenn sie einem Auto ausweichen müssen.
In Bezug auf die anstehende Wahl im Oktober und auch für die Gottesdienste solle der Zugang zum Wahllokal und zur Kirche immer für die Bürger frei sein. Die wichtigste Info aber bleibt: Seit dem gestrigen Montag ist die B22 bei Rötz wieder in beiden Richtungen befahrbar. Die Einmündung bleibt weiterhin gesperrt.

