Für Kelheims Windpark-Plan in Ihrlerstein tut sich eine Hürde auf

Die Kreisstadt schmiedet neben Plänen für mehr Freiflächen-PV-Anlagen auch welche für einen Windpark im städtischen Forst nahe Ihrlerstein. Das ist der Stand der Dinge.
Ende März hatte sich der Stadtrat auf einen Projektierer für das Projekt festgelegt. Mit „Big Player“ Max Bögl aus Sengenthal geht die Kreisstadt in die Detailplanung.
Zuletzt hatte man einen Antrag auf Vorbescheid eingereicht. Ein mögliches Ausschlusskriterium bzw. ein Punkt, der sich stark auf konkrete Windrad-Standorte und Höhen auswirkt, sind militärische Belange.
Schweiger: Flugradar, Tieffluggebiet, Hubschrauber-Zone
Erste Antworten gab es nun, wie Bürgermeister Christian Schweiger jüngst im Stadtrat informierte. Drei Aspekte der Bundeswehr berührten die Kelheimer Windkraft-Pläne. „Zwei von drei Einschränkungen seien geklärt“, so Schweiger. Punkt 1 betreffe das Flugradar des Manchinger Militärflugplatzes. „Das Problem sei technisch zu lösen“, sagte Schweiger, indem ein Windrad niedriger geplant werde. Des Weiteren gebe es in der Region ein allgemeines Tieffluggebiet. Dies wirke sich laut Schweiger aber nicht aus.
Bei Bundespolitik und Ministerien insistieren
Etwas anderes könnte sich dagegen im Ernstfall als „Ausschlusskriterium“ erweisen – eine Hubschrauber-Tiefflugzone. Der geplante Windpark liege mit 700 Metern in dieser Zone, so Schweiger. Um in dieser Sache etwas zu erreichen, wolle die Stadt an Bundesverteidigungs- wie auch an Bundeswirtschaftsminister schreiben sowie an alle für die Region zuständigen Bundestagsabgeordneten.
Christian Schweiger sieht viele Kommunen im Land mit diesem Problem bei ihren Windkraft-Plänen konfrontiert. Daher sei die Bundespolitik in der Pflicht, bald etwas in dieser Sache zu entscheiden bzw. Änderungen angehen. Sonst würde aus einem Großteil der Windrad-Vorhaben im Lande nichts.
In Sachen Kabelbau und anderem lägen keine Hinderungsgründe vor, so Schweiger.