Gute Stimmung im Airport Obertraubling: Ein Metal-Mekka im Wohnzimmerformat

Von Daniel Steffen · 6. August 2023 um 19:00

Wozu Wacken, wenn es das Metal United Festival in Obertraubling gibt? Im gemütlichen Rahmen erfreut es sich bei den Anhängern der härteren musikalischen Gangart großer Beliebtheit.

Von Donnerstag bis Samstag lieferten die Veranstalter von der Piratenhöhle und Power Concerts erneut dafür den Beweis ab. Viele Hundert Gäste fanden sich in der Eventhall Airport ein, um gemeinsam der düsteren Musik zu frönen.

Und tatsächlich: Auch einige „Wacken-Rückkehrer“ feierten mit. Sie hatten umgedreht und tauschten das völlig verschlammte Festivalareal im hohen Norden Deutschlands gegen den sicheren Hafen in der Oberpfalz ein.

Auf Nummer sicher

Um wettertechnisch kein Risiko einzugehen, hatten die Regensburger Veranstalter sich kurzfristig dafür entschieden, das komplette Festival von außen nach innen zu verlegen. Draußen campen konnte man freilich trotzdem, nur das musikalische Vergnügen spielte sich durchgehend im Innenbereich ab. „Sicher ist sicher“, kommentierten die Besucher verständnisvoll diesen Schritt, auch wenn das Wetter zumindest in den ersten beiden Festivaltagen durchaus annehmbar war.

Es zeigte sich: Auch indoor kam das Programm gut an. Um ihre Lieblingsbands zu sehen, hatten einige Besucher eine weite Anreise gern in Kauf genommen. „Wegen Lacrimas Profundere sind wir hier“, verrieten zwei Mädels aus Mönchengladbach, die am Freitagabend voll auf ihre Kosten kamen. Zu ihrer Freude ließ es die Dark-Rock-Band aus Waging am See so richtig krachen.

Hinein ins alte Ägypten

Ähnliches galt für die Band Maahes, die sich sowohl von ihrem Namen als auch ihren Songs her der ägyptischen Mythologie verschrieben hat. Aus dem Raum Deggendorf stammend verwöhnte sie die Festivalbesucher am Freitagabend mit melodischem Black Metal. Eine „Eigeninterpretation des alten Ägypten“ samt mumifizierten Musikern gab es für das Auge und das Ohr.

Generell zeigten sich die Besucher von der Festivalatmosphäre begeistert. Sie sei „einfach mega“ urteilte die 25-jährige Michelle, die mit ihrem Freund aus Braunschweig angereist war. Die fünf Stunden Fahrt hatten beide sehr gern dafür investiert. Besonders die „Mosher‘s Night“ im Anschluss an die Konzerte hat es ihnen angetan, um jedes Jahr aufs Neue dabei zu sein.

Nun war Festivalausgabe sechs angesagt – und am Samstag gab es mit den Trashmetallern von „Godslave“ einen weiteren prominenten Leckerbissen serviert. Weniger bekannte Bands hatten die Chance, den einen oder anderen Fan für sich zu gewinnen.

Lichteffekte kurbelten die Stimmung an.
Die düstere Atmosphäre begeisterte die Fans.
Die Stimmung war prächtig.
Mumifiziert traten die Black Metaller von „Maahes“ in Aktion.
Stilvoll präsentierte sich diese Besucherin mit einem Fächer.
Geheimnisvoll waren die Musiker vom Nebel umhüllt.
Auch bei der Band „Circle of Silence“ wehten die Mähnen.