Verwirrung um Zirkus-Gastspiel in Schwandorf: Wo tritt der Circus Alaska auf?

Derzeit gastiert der „Circus Alaska“ in Regensburg. Nach dem kommenden Wochenende werden die Zelte in der Domstadt abgebrochen und die Truppe zieht weiter. Mit seinen artistischen und tierischen Nummern will der Zirkus danach in Schwandorf auftreten. In der Stadt werben schon Plakate für das Gastspiel. Doch nun gibt es einige Verwirrung.
Während auf den Plakaten noch damit geworben wird, dass der Zirkus vom 10. bis 20. August im Ortsteil Prissath Station macht, gibt es dafür gar keine Genehmigung.
Wie Zirkusdirektor Alois Frank gegenüber der Mittelbayerischen erklärt, ist er sich zwar mit dem Eigentümer des Geländes in Prissath einig, allerdings gebe es vonseiten des städtischen Ordnungsamtes keine Zustimmung dafür, dass die Manege in dem kleinen Ortsteil aufgebaut wird.
Keine Zeit für Prüfung
Der Platz liegt bauordnungsrechtlich im Außenbereich, erklärt Stefan Schamberger, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Schwandorf. Das erfordere besondere Prüfungen, zum Beispiel zum Naturschutz. In der Kürze der Zeit – am 10. August soll das Gastspiel von Frank und seiner Truppe beginnen – sei eine solche Prüfung nicht mehr möglich. Deshalb könne auch keine Genehmigung erteilt werden, teilt Schamberger mit.
Die Stadt sieht die Schuld keineswegs auf ihrer Seite. Wenn der Circus Alaska drei oder vier Wochen früher angefragt hätte, wäre eine Prüfung möglich gewesen, so der Ordnungsamtsleiter. Die Verwaltung habe aber erst durch die Plakate in der Stadt überhaupt von dem geplanten Gastspiel erfahren. Das Rathaus nahm laut Schamberger daraufhin sofort Kontakt zum Zirkus auf. Gestern gab es dann ein Gespräch mit dem Zirkusdirektor.
Zirkus in der siebenten Generation
Alois Frank ist über die Ablehnung verwundert. Er habe einen solchen Fall noch nie erlebt, so Frank. Der Circus Alaska reise bereits in der siebenten Generation durchs Land.
Auch wenn für das Gelände in Prissath keine Genehmigung erteilt werden konnte, will die Stadt den Zirkus nicht im Regen stehen lassen. Sie bot Frank eine Alternativfläche an der Hoher-Bogen-Straße an. Ob die Truppe dort ihre Manege aufbauen kann, werde aktuell noch geklärt. Alois Frank ist optimistisch, dass es mit dem Schwandorfer Gastspiel noch klappt. Und er hofft, dass der Eigentümer des Grundstücks in Prissath kulant ist und kein Geld für die nicht genutzte Fläche verlangt.