Mehr Platz für Urnen auf dem Langquaider Friedhof

Auf dem Langquaider Friedhof werden in den nächsten Jahren weitere Möglichkeiten für Urnenbestattungen entstehen. Am Donnerstag befasste sich der Bauausschuss in seiner Sitzung mit zwei neuen Urnenwänden. Auch für den Garten der Erinnerung gibt es Pläne.
In den drei Urnenwänden bei der Aussegnungshalle sind keine Plätze mehr frei und auch die Nischen in den Urnenwänden am unteren Friedhofseingang sind belegt oder reserviert. Nun soll ein weiterer Bereich mit insgesamt vier Urnenwänden und viel Grün entstehen. In einem ersten Schritt werden zwei Urnenwände in Auftrag gegeben. Laut Bürgermeister Herbert Blascheck kosten diese rund 23.000 Euro, dazu kommen rund 7000 Euro für Lieferung und Montage sowie Kosten für die Pflasterfläche und Bepflanzung. Die anderen beiden sollen dann später bestellt werden.
Grabflächen an Bäumen sind begehrt
Der überwiegende Teil der Bestattungen in Langquaid sind mittlerweile Urnenbestattungen. „Die Bestattungskultur hat sich verändert“, sagt Blascheck. Viele Gräber, die aufgelöst worden seien, würden nicht mehr nachgefragt. Andererseits sei die Nachfrage nach Bestattungen im Garten der Erinnerung hoch.
Der Garten wurde, wie auch die Urnenwände am unteren Friedhofseingang, vor drei Jahren angelegt. Dort sind anonyme Bestattungen, Bestattungen hinter einem Steinkissen in einem Beet oder an Bäumen, wie auch hinter Stelen möglich. Vor allem die Bestattungen an Bäumen seien laut Blascheck sehr begehrt. Insgesamt gibt es im Garten der Erinnerung rund 100 Grabstellen, zwölf davon befinden sich an Bäumen.
Obwohl es hier noch freie Plätze gibt, laufen beim Markt die Planungen für einen weiteren Garten der Erinnerung. Der soll im unteren Bereich des Friedhofs entstehen, rund 2000 Quadratmeter groß sein und mehr Bestattungsmöglichkeiten an Bäumen bieten. Damit die Bäume Zeit zum Wachsen haben, sollen die sechs Hauptbäume bereits im Herbst gepflanzt werden. Der Garten wird dann in den nächsten Jahren angelegt.
Kein Blumenschmuck an Urnenwänden
Wie viele Gräber genau entstehen werden, steht noch nicht fest. Die Anordnung werde laut Blascheck in etwa wie beim bestehenden Garten der Erinnerung sein. An jedem Baum werden etwa zehn Gräber angeordnet sein.
Während an den Urnenwänden kein Blumenschmuck erlaubt ist, blühen im Erinnerungsgarten die Blumen und die Hinterbliebenen können beispielsweise auf dem Steinkissen auch ein Grablicht abstellen. Um die Pflege des Gartens der Erinnerung kümmert sich der Friedhofsgärtner.
