Bischof Rudolf Voderholzer geht in Bodenwöhr auf die Gläubigen zu

Ein Bischof kommt nicht jeden Tag nach Bodenwöhr, und deshalb war dieser Donnerstagabend etwas ganz Besonderes für die Pfarrgemeinde.
Gemeinsam mit den Priestern und pastoralen Mitarbeitern des Dekanats und über 25 Bodenwöhrer Ministranten zog Bischof Rudolf Voderholzer zum Pontifikalamt in die frisch renovierte Pfarrkirche St. Barbara ein. Anlass für den festlichen Gottesdienst war der Jahrestag des Dekanats Schwandorf in Bodenwöhr, den Bischof Voderholzer für einen zweitägigen Pastoralbesuch nutzte. Begleitet wurde er von dem für Amberg-Schwandorf zuständigen Regionaldekan Markus Brunner und dem Schwandorfer Dekan Michael Hirmer.
Ein straffes Programm für den Oberhirten
Am Mittwoch besuchte der Bischof unter anderem das Kinderhaus Herz Jesu in Teublitz, das Müllkraftwerk in Schwandorf, das Rehazentrum Passauer Wolf in Nittenau sowie das Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf. Am Donnerstag standen Begegnungen im Haus des Guten Hirten in Ettmannsdorf und dem gemeinsamen deutsch-tschechischen Zentrums auf dem Weinberg auf dem Programm, ehe es nach Bodenwöhr ging. Dort trafen sich am Nachmittag die Priester des Dekanats und ihre Mitarbeiter mit Voderholzer zu einer nicht öffentlichen Konferenz im Pfarrheim.
Das Pontifikalamt am Abend wurde ebenfalls vom Bischof zelebriert und von den Kirchenchören des Dekanats unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Norbert Hintermeier mitgestaltet. Mit den Worten „Ist es nicht schön, miteinander glauben zu können?“, begrüßte Dekan Michael Hirmer die zahlreichen Gläubigen und dankte Voderholzer für dessen Besuch im Dekanat.
Licht und Salz: Gleichnis aus der Bergpredigt
Der Bischof selbst erklärte, dass er die zahlreichen Eindrücke aus den beiden Tagen erst verarbeiten müsse. Um den Gottesdienstbesuchern näher zu sein, verließ er den Altarraum und ging auf die Gleichnisworte aus der Bergpredigt vom „Licht der Welt“ und vom „Salz der Erde“ ein. „Warum hat Jesus Licht und Salz in einem Atemzug genannt?“, fragte er in die Runde der Gläubigen. „Licht und Salz haben eines gemeinsam. Sie stehen nicht für sich selbst, sondern für den Dienst an anderen, wie die Sonne, die leuchtet, oder das Salz, das unseren Speisen Geschmack gibt“, erklärte der Bischof. Zusammen mit Regionaldekan Markus Brunner teilte er die Kommunion an die Gottesdienstbesucher aus.
Seelsorger aus dem Dekanat verabschiedet
Am Ende des Pontifikalamts verabschiedete Dekan Michael Hirmer mehrere Mitbrüder und -schwestern, die das Dekanat verlassen: Gertraut Schwab von der Seelsorge im Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf geht in den Ruhestand. Kaplan William Akkala wechselt von der Pfarrei Teublitz nach Stallwang, Pfarrer Helmut Brügel von Burglengenfeld-Dietldorf nach Schnaittenbach. Pfarrer Adolf Schöls geht von Nittenau nach Falkenstein, Pfarrvikar Christian Ogu von Burglengenfeld-Dietldorf nach Schwarzenfeld-Stulln, Pfarrvikar Deogratias von Schwandorf nach Nittendorf. Die Pfarrei Steinberg verlässt Pfarrer Pater Stephan; innerhalb des Dekanats wechselt Margaret Bayer von Klardorf-Wiefelsdorf nach Wackersdorf-Steinberg.
Abschließend dankte ein sichtlich zufriedener Ortspfarrer Johann Trescher aus Bodenwöhr dem Bischof für den Besuch und die Gestaltung des Pontifikalamts. Bei einem Stehempfang rund um die Pfarrkirche bestand Gelegenheit zum zwanglosen Gespräch.



