73. Volksfest in Cham mit Neuerungen vor Eröffnung: Das „Willkommen“-Banner hängt schon

Es gibt wieder viel Neues beim 73. Chamer Volksfest. Selbst das Zelt ist wieder ein neues, wie die Festwirte und das Bier auch. Da muss sich mancher Chamer wieder umgewöhnen. Es ist nicht so dekorativ ausstaffiert wie das am Frühlingsfest, das aus Landshut kam. Das aktuelle Zelt aus Regensburg beschränkt sich aufs Wesentliche, aufs Feiern, und kommt rustikal daher.
Dafür hat die lange Zeltwand Bekanntes zu bieten – hier haben die Festwirte Jürgen Schützenmeier und Claus Männer schöne Stadtansichten Chams und der Umgebung verewigt. Im Zelt stehen Bierbänke bereit, die gut 2300 Plätze bieten, und der Zeltbiergarten vor der Türe bietet noch einmal gut 700.
Das müsse reichen – es es sei besser, ein sehr gut gefülltes Zelt zu haben als ein halbvolles, so Festwirt Jürgen Schützenmeier zur Kapazität. Ein täglich attraktives Programm mit allein sechs Partybands, dem Wettkampf im Bierfassstemmen, dem Kindertag mit Mitmach-Konzert, der Krügeverlosung oder auch dem Seniorentag soll die Plätze füllen.
„Festwirte gehen mit Herzblut daran“
„Die Festwirte gehen mit Herzblut daran“, hat Volksfestvereinspräsident Christian Plötz, für den es auch in diesem Amt die Volksfestpremiere ist, festgestellt. Er weist auf eine weitere, versuchsweise Neuerung hin – den Mittagstisch ab 11 Uhr, der von Montag bis Mittwoch angeboten wird.
Hier warten vergünstigte Gerichte auf Besucher des Zelts. Ein volles Zelt erwartet er auch wieder zum Seniorennachmittag, wozu ältere Mitbürger vom Verein eingeladen werden und je eine Biermarke und einen Essensgutschein bekommen und es auch Kaffee und Kuchen gibt. Stefan Raab, beim Volksfestverein zuständig für den Festplatz, betonte, dass die Wohnwagen der Schausteller woanders untergekommen seien, so dass mehr Platz da sei für Fahrgeschäfte und Buden. Nach Jahren wieder da sei die Kinderachterbahn, so Raab.
Brillantfeuerwerk am Donnerstag
Der Donnerstag wird nun auch ganz sicher mit einem Brillantfeuerwerk abgeschlossen, wie Christian Plötz bekanntgab – die Regenfälle hätten die Brandgefahr deutlich gesenkt. Für ihn gehöre das Feuerwerk zum Volksfest, auch wenn er einige Anrufe bekommen habe, die anderer Meinung gewesen seien.
Dass die Gänge auf dem Platz enger geworden sind, veranlasste den Volksfestvereinschef und den Festwirt am Donnerstag zu einem kurzfristigen Testlauf. Die Frage war, ob der Platz zwischen Fischverkaufsstand und Biergartenzaun für die allmorgendlich durchfegende, große Kehrmaschine reicht. Er reicht, stellten die Verantwortlichen am Ende mit Erleichterung fest – das Fest kann kommen!
Zum 73. Mal startet das Chamer Volksfest
Bier: 10,40 Euro kostet die Maß, mit Weltenburger Festbier gefüllt. Im Zelt-Radler ist jedoch Bischofshof-Bier, während in der Bar das Weißbier vom Kloster kommt. Auf der Olm (Weißbierstadl) oder der Brotzeitalm gibt‘s auch Hintereder oder Rhaner.
Verkostung: Wer als Bierfreund mehr probieren will, kann am Montag einen Zehner in der Bierbox von Weltenburger im Zelteck investieren. Fünf Spezialitätenbiere warten auf die Gaumen, dazu gibt‘s eine Brezn. Der Erlös wird dem Hospiz-Verein gespendet.
Goaßmaß-Day: Am Mittwoch ist am Abend Goaßmaß-Tag im Zelt – der Festwirt will damit dem aktuellen Trend folgen. Er kündigt dazu gleich auch ein verstärktes Security-Team an und mehr Jugendschutz: Jeder ab 18 Jahren bekommt ein Band ums Handgelenk.
Reservierungen: Die sind möglich, etwa über die Internetseite cham-volksfest.de, die dann zum Festwirt weiterleitet. Der Tag der Betriebe sei bereits ausgebucht, so Jürgen Schützenmeier. Nur drei Viertel des Zelts sind aber buchbar, der Rest ist frei verfügbar.

