Jubel, Tränen und Freibier: Sie wollen Abensbergs neue Dirndlkönigin werden

Der neue Bürgermeister ist frisch gewählt – aber für so manchen Abensberger steht eine nicht minder wichtige Wahl erst noch an: die zur Gillamoos-Dirndlkönigin 2023/24. Diese repräsentiert Abensberg für ein Jahr weit über die Stadtgrenzen hinaus. Nun stehen die fünf Kandidatinnen fest.
Am Mittwochabend präsentierten sich die Bewerberinnen auf der Abensberger Liebesinsel dem Publikum. Obwohl die eigentliche Wahl erst am 4. September im Härteis-Festzelt stattfindet, war schon dieser Wahl-Auftakt mit Live-Musik, Freibier und den Bürgermeistern Uwe Brandl und Bernhard Resch sehr gut besucht.
Schnell wurde klar: Gutes Aussehen allein reicht noch lange nicht zur Dirndlköniginnen-Krone. Die Kandidatinnen bringen ganz unterschiedliche Talente mit sich. Als Vorteil dürfte sich auch die Zugehörigkeit zu einem Verein erweisen. Anna-Maria Hauner (Startnr. drei) zum Beispiel hat die geballte Kraft der Freiwilligen Feuerwehr Bayerbach (Kreis Landshut) hinter sich.
Feuerwehr oder Fechterin
Diese kürten sie bereits zur Festbraut. Petra Hame (Startnr. eins), die das Rampenlicht liebt und schon einmal fast zur Mostkönigin gekrönt wurde, kann auf die Unterstützung ihres Boogie-Woogie-Tanzvereins bauen. Und Anja Mittermeier (Startnr. vier) hat die Helchenbacher Ministranten, ihre Volksmusik- und Fecht-Freunde hinter sich – sie ist bayerische Vizemeisterin im Florett. All diese Unterstützung ist auch wichtig, denn bei der Wahl am 4. September entscheiden zu gleichen Teilen eine fünfköpfige Jury und die Gäste im Härteis-Zelt.
Auf der Bühne präsentierten sich die fünf Kandidatinnen auf ihre eigenen Weisen selbstbewusst. Aber zumindest was die Jubel-Lautstärke des Publikums anging, gab es doch zwei Favoritinnen. Wenig überraschend waren das die Abensbergerinnen Amelie Ruhfaß (Startnr. zwei) und Seraphina Krause (Startnr. fünf).
Heimvorteil Abensberg?
Vor allem Ruhfaß hatte richtige Fan-Gruppen, die jubelten, Handyvideos machten und wie bei Fußballspielen mit Ratschn anfeuerten. Die 20-Jährige kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus und musste sich die eine oder andere Träne verdrücken.
Und obwohl alle auf den Titel hoffen, verstehen sich die Kandidatinnen sichtlich gut. Die Liebe zum Gillamoos eint sie. „Es ist einfach ein Kindheitstraum. Seit ich denken kann, bin ich auf dem Gillamoos“, sagt Anja Mittermeier. Auch die Vollblut-Abensbergerin Seraphina Krause nennt die Krone einen „Kindheitstraum“. Für wen dieser Traum in Erfüllung geht, zeigt sich am 4. September auf dem Gillamoos.
Sie haben den Gillamoos 2022 verpasst? Hier gibt es alle Folgen unseres Original Gillamoos-TV zum nachsehen.
Kandidatinnen für den Gillamoos
Petra Hame ist mit 47 Jahren die älteste Kandidatin. Die Maschinenbautechnikerin kommt aus Massing im Rottal.
Amelie Ruhfaß ist Abensbergerin. Die 20-jährige Fußballerin hat beim TSV Abensberg die Nummer Zwei.
Anna-Maria Hauner ist Festbraut der Freiwilligen Feuerwehr Bayerbach. Die 23-Jährige klettert auch gern.
Anja Mittermeier aus Helchenbach ist mit 16 Jahren die Jüngste. Sie ist bayerische Vizemeisterin im Fechten.
Seraphina Krause ist Friseurin. Die 19-Jährige Abensbergerin ist außerdem Bogenschützin in Sandharlanden.


