Müll-Chaos nach dem Regensburger Weinfest: „Das wird Konsequenzen haben“

Noch 36 Stunden nach dem Weinfest am Regensburger Neupfarrplatz glich ein Teil des Veranstaltungsorts einer Müllhalde. Der Veranstalter wehrt sich.
Da schmeckte dem Gästeführer Hansjörg Hauser glatt der Morgenkaffee nicht mehr. Als er sich am Dienstag um kurz nach 9 Uhr auf dem Neupfarrplatz niederließ, stieß sein Blick auf Müllberge am Fuß der Kirche. Seine Mitteilung an die MZ garnierte er mit dem treffenden Wort „Saustall“ und stellte die Frage: „Was sage ich da meinen Gästen, die ich über das Dokument Neupfarrplatz führe, diesen so sensiblen und vielleicht meist diskutierten Platz der Stadt?“
Nicht weniger negativ beeindruckt war ein Trupp des Kommunalen Ordnungsservice (KOS), der gegen 10 Uhr die Lage inspizierte. Woher der Müll stammt, scheint klar: Da sich in den Abfallhaufen auch Weinflaschen und Kartons für Weingläser befanden, dürfte es sich um Hinterlassenschaften des Weinfests handeln. Dieses fand am Wochenende am Neupfarrplatz statt, war zum Zeitpunkt der Müll-Inspektion aber seit 36 Stunden vorbei.
Müll nach Weinfest in Regensburg: Veranstalter wehrt sich
„Die Stadt wird der Sache nachgehen“, kündigte Stadt-Sprecherin Juliane von Roenne-Styra an. Es sei „ein absolutes No-Go“, den Zustand des Platzes mehr als einen Tag lang nicht in Ordnung gebracht zu haben. „So geht man nicht mit öffentlichem Raum um, das muss ein Veranstalter besser organisieren. Das wird Konsequenzen haben“, so die Ansage von Roenne-Styra.
Der Veranstalter selbst betont, dass der restliche Müll bewusst auf einer Fläche von etwa fünf Quadratmetern zusammengetragen – und am Dienstagvormittag abgeholt – worden sei. Der große Restbereich des Neupfarrplatzes sei bereits lange vorher sauber gewesen.