Erstklässler übergeben 6150 Euro

Von Mittelbayerische Zeitung · 17. Juli 2023 um 10:55

Vor kurzem ging es an der Schule am Mönchsberg in Hemau richtig rund. Es fand nicht nur ein Fest der Kulturen statt, die Schüler der Grund- und Mittelschule sowie des Sonderpädagogischen Förderzentrums nahmen außerdem an einem „Lebenslauf“ rund um die Tangrintelhalle teil. Mit jeder gelaufenen Runde vervielfachten sie einen Spendenbetrag, mit dem sie ärmere Kinder unterstützen. Tatkräftig unterstützt wurden sie von Eltern und Lehrern.

Nun wurde der Erlös offiziell an die Welthungerhilfe übergeben. 6150 Euro überreichten die Schüler der Klasse 1A im Pausenhof vor der ganzen Schulfamilie mit einem symbolischen Scheck an ein Schulprojekt im ostafrikanischen Staat Burundi.

Die Hemauer Schulen nahmen zum 7. Mal am „Lebenslauf“ teil. Die Idee entstand 1996 durch die damalige Leichtathletik-Olympiamannschaft. Seitdem gab es weit über 1000 Lebensläufe. Mit Burundi unterstützen die Schüler ein Land, in dem es immer wieder kriegerische Unruhen gibt. Das führt auch zu mangelnder Bildung und folglich zu Armut und Ausgrenzung. Gibt es jedoch Essen in der Schule, verhilft dies vor allem Kindern aus hilfsbedürftigen Familien zum Schulbesuch.

Das Projekt der Welthungerhilfe betreut 160 Schulen und 24 Kindergärten unter dem Motto „Bildung geht durch den Magen.“ Schulkantinen, die mit Lebensmitteln von umliegenden Feldern versorgt werden, sorgen dann für ein warmes Mittagessen. Die Schulen werden immer besser angenommen, die Fehlzeiten der Schüler liegen bei weniger als drei Prozent und auch der Anteil der angemeldeten Mädchen steigt stetig. Zudem unterstützt die Welthungerhilfe Kleinbauern mit Saatgut und Beratung.