20 Millionen Euro: Das Mammutprojekt Grundschule Abensberg läuft an

Von Wolfgang Abeltshauser · 16. Juli 2023 um 11:00

Sanierung und Erweiterung der Grundschule Abensberg stellen eine der wichtigsten Baumaßnahmen in der Kommune in den kommenden Jahren dar. Knapp 20 Millionen an Kosten stehen im Raum. Jetzt haben zumindest vorbereitende Maßnahmen für das Projekt begonnen.

Die Kinder aus der Klasse 1d tauschten jetzt Füller und Schulhefte mit einem Spaten. Symbolisch setzten sie den ersten Spatenstich, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt. Sie begrüßten außerdem die erwachsenen Ehrengäste mit einem fröhlichen Lied und einem kleinen Tanz. Allerdings war das nicht der Beginn der eigentlichen Baumaßnahme, sondern von wichtigen Vorarbeiten.

Derzeit wird die Containeranlage aufgebaut, in die Teile der über 400 Schülerinnen und Schüler zeitweise umziehen werden, damit Arbeiten und Lernen gleichzeitig ablaufen können. Die Container sollen auf dem Bereich des Schulgartens an der Bahnhofstraße Platz finden, auf dem einst das Piratenschiff ankerte.

Derzeit laufen Arbeiten im Untergrund, um Versorgungsleitungen für die Container zu schaffen. Alle notwendigen Container sollen laut Stadtverwaltung auf dem Schulgelände unterkommen. Überlegungen, die es in der Vergangenheit gab, eventuell einige Klassen in andere städtische Gebäude auszulagern, gibt es also nicht mehr.

Neues Lernkonzept in Abensberg

Mit dem Umbau der Einrichtung wird wie schon berichtet ein neues lernpädagogisches Konzept an der Grundschule einziehen: Lernlandschaften lösen die klassischen Raumstrukturen auf. „Wir freuen uns auf eine neue Qualität der Wissensvermittlung“, so Rektorin Andrea Brandl. Im Rahmen der Generalsanierung werden die Klassenzimmer einer Jahrgangsstufe als relativ offene Lernlandschaft angelegt.

Zu den Bausteinen gehören dabei jeweils Teeküche, Ruhebereich, Arbeitsbereich und Lehrerstützpunkt. In skandinavischen Ländern werde dieses Konzept bereits seit Jahren durchgeführt. Auch an Abensbergs Grundschule werden die Jahrgangsstufen künftig eine Einheit – eine Lernlandschaft mit einem räumlichen Zentrum – bilden. Schulflure im engeren Sinne solle es keine mehr geben. Direkt angedockt an die Lernlandschaften seien Räume für die Ganztagsbetreuung angedacht.

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In Zukunft sollen die Areale für die Klassen im Mittelbau zwischen dem Altbau und der Mittelschule und im Erdgeschoss des Altbaus Platz finden. Derzeit werden 403 Schülerinnen und Schüler in 16 Klassen unterrichtet und betreut.

Im Erdgeschoss des Mittelbaus soll eine moderne Aula entstehen, außerdem will man dort Räume für die Verwaltung und die Lehrer unterbringen. Auch der Musikraum soll im Erdgeschoss Platz finden. Entstehen soll eine zentrale Garderobe für alle Schülerinnen und Schüler.

Weiteres Stockwerk in Holz

In den ersten Stockwerken der beiden Gebäude sollen ein Mehrzweckraum und Werkräume entstehen. Ein Atelier für kreatives Arbeiten im Dachgeschoß steht dazu im Plan. Um all das am Standort unterzubringen, wird der Mittelbau durch eine Holzkonstruktion um ein Stockwerk erhöht.

„Wir befinden uns in besten Händen“, so die Rektorin, die diese Investition im Bildungsbereich lobt. Bürgermeister Uwe Brandl freut sich, dass „dieses Projekt noch in meiner Amtszeit startet“. Architekt Norbert Raith, lobt ausdrücklich die Zusammenarbeit mit der Stadt Abensberg und mit dem Schulverband Abensberg-Biburg. Für die Kinder sei der Spatenstich „ein Meilenstein“.