Entwurzelter Baum trifft Autos: So wütete der Sturm in Regensburg

Sturm und starke Regenfälle haben in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zu fast 100 Einsätzen geführt, vermeldet das Polizeipräsidium Oberpfalz. In Regensburg hat ein umgestürzter Baum in einem Innenhof mehrere Autos beschädigt.
Auf das Unwetter in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch folgen die Aufräumarbeiten. Größeren Schaden hat ein Baum angerichtet, der vom Sturm komplett entwurzelt wurde.
Die rund 25 Meter hohe Akazie beschädigte in einem Innenhof an der Universitätsstraße drei dort parkende Autos sowie das Dach eines Wohnhauses. Dies sei die größte ihm bekannte Unwetterfolge gewesen, informierte Markus Reitmeier, Sprecher der Polizeiinspektion Regensburg Süd, auf Nachfrage der Mittelbayerischen. Insgesamt lagen ihm vier Einträge mit Bezug zu Unwetterschäden vor.
185 Feuerwehreinsätze
Neben dem entwurzelten Baum handelte es sich bei den drei weiteren Schadensfällen um dickere Äste, die herabstürzten und auf Fahrzeuge fielen. Ein Ast brach infolge eines Blitzeinschlages in einem Baum ab und beschädigte ein Auto. Personenschäden seien ihm nicht bekannt, schloss Reitmeier. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Nord kam es lediglich zu einem Vorfall: In der Konradsiedlung ist ein Baum durch den Sturm umgestürzt und hat ein Auto getroffen. „Der Sachschaden bewegt sich im niedrigen vierstelligen Bereich“, vermeldete Polizeihauptmeister Wolfgang Fritsch.
Im Regensburger Stadtgebiet mussten Feuerwehren zu 35 Einsätzen ausrücken, wie Christoph Tresch, Pressesprecher der Berufsfeuerwehr, vermeldet. Im weiteren Leitstellenbereich, also den Landkreisen Regensburg, Neumarkt und Cham, waren es weitere 150 Einsätze von Feuerwehren.
Blitze treffen Wohnhäuser
„Glück im Unglück“ lautet Corinna Wilds Fazit. Die Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Oberpfalz berichtet von 96 unwetterbedingten Einsätzen in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Diese Zahl bezieht sich auf den kompletten Regierungsbezirk. Auch ihr sind keinerlei Sachverhalte mit Personenschäden bekannt.
Die meisten Alarmierungen seien infolge von Verkehrsunfällen oder -störungen durch Äste oder Wasser auf der Straße eingegangen. Auch zwei Blitzeinschläge in Wohngebäude mit geringer Rauchentwicklung seien gemeldet worden. Zudem sei es zu einigen Fehlalarmen von Brand- und Einbruchsmeldern durch eintretendes Wasser gekommen.
Ebenfalls Glück hatte das Universitätsklinikum Regensburg. Auch dort stürzte ein großer Bergahorn um, dessen Äste streiften an der Fassade des Klinikums entlang. Nennenswerter Schaden entstand dabei allerdings nicht, informiert Matthias Dettenhofer, Pressereferent des UKR, auf Nachfrage. Die Ursache für eingetretenes Wasser am Flur des Patiententraktes der HNO-Klinik sei lediglich ein offen stehendes Fenster gewesen, keine Beschädigung am Gebäude.