Ein rundum gelungenes Bürgerfest: Mehr als 30.000 Gäste feiern in Schwandorfs Innenstadt

Nach vier Jahren gab es in Schwandorf wieder ein Bürgerfest. Die Bilanz fällt durchweg positiv aus. Es sei ein rundum gelungenes Fest gewesen, fand Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU).
Nach einer ersten Schätzung des Rathauschefs feierten mehr als 30.000Menschen an den drei Tagen in der Schwandorfer Innenstadt. Dieser Einschätzung schloss sich auch Kulturamtsleiterin Susanne Lehnfeld an. Als Veranstalter könne man damit sehr zufrieden sein. Sie habe viel positive Resonanz erfahren, so die Leiterin des Amtes für Kultur und Tourismus. Alles habe reibungslos geklappt, meinte sie mit Blick auf den Ablauf. Alle Musiker und Bands seien da gewesen, es habe keine Ausfälle gegeben. Und alle seien glücklich mit ihren Auftritten gewesen. Immerhin standen an den drei Tagen rund 70Bands auf sieben verschiedenen Bühnen.
Stadtpark dauerhaft dabei? – Stadtrat muss entscheiden
Eine der Bühnen war im Stadtpark aufgebaut. Dort konnten die Besucher unter anderem die Jukebox-Heroes und die Buls Brothers erleben. Schon 2019 beim letzten Bürgerfest wurde der Stadtpark als Alternative zum Wendelinplatz, der seinerzeit umgebaut wurde, ausgewählt. Dass der Stadtpark heuer wieder dabei war, lag an den Bauarbeiten auf dem Schlesierplatz, der deshalb nicht genutzt werden konnte. Dass der Schlesierplatz nicht bespielt werden konnte, hätte vermieden werden müssen, meinte OB Feller selbstkritisch. Dass dort länger gebaut wird als geplant, habe aber auch niemand absichtlich gemacht, erklärte der Rathauschef.
Ob der Stadtpark künftig ein dauerhafter Bühnenstandort wird, müssten die Schwandorfer Stadträte entscheiden, erklärte Lehnfeld.
Sie müssten ebenso darüber befinden, ob das Bürgerfest auch in Zukunft drei Tage gefeiert werden soll. Heuer wurde das bunte Treiben erstmals am Freitag eröffnet. Die Verlängerung sei von den Gästen jedenfalls sehr gut angenommen worden, so das Resümee von Susanne Lehnfeld. Sie sei beeindruckt gewesen, wie voll das Festgebiet am Freitag war. Vor den Bühnen war abends kaum noch ein freier Platz zu finden.
Abends volle Hütte, nachmittags war es deutlich leerer
Genauso war es am Samstagabend. Auch da drängelten sich die Besuchermassen in der Innenstadt. Etwas anders sah es noch einige Stunden zuvor am Samstagnachmittag aus. Das lag vor allem an dem heißen Wetter, die Temperaturen stiegen zeitweise über 30 Grad. „Das Wetter ist, wie es ist. Lieber haben wir Sonnenschein und Wärme als Regen“, erklärte die Kulturamtsleiterin.
Die Gäste seien in der größten Hitze zurückhaltend gewesen, hätten sich ein schattiges Plätzchen gesucht, blickte Franziska Diermeier vom BRK zurück. Es habe so gut wie keine Hitzebeschwerden gegeben, fügte die Einsatzleiterin des Sanitätsdienstes hinzu.
Etwa 30Besucher mussten die Notfallsanitäter medizinisch versorgen, so ihre Bilanz am frühen Sonntagnachmittag. Am Samstag habe es nur zwei ernstere Fälle gegeben: Einmal eine Alkoholvergiftung – der Betroffene musste in ein Krankenhaus gebracht werden –, und einmal eine allergische Reaktion nach einem Insektenstich, die vom Notarzt vor Ort behandelt werden konnte.
Polizei: Keine größeren Störungen
Es sei ein schönes, ruhiges Fest gewesen, ist das Fazit von Diermeier. Auch die Polizei Schwandorf spricht von einer weitestgehend ruhigen Veranstaltung. Während des Festes habe es keine größeren Störungen gegeben, teilte Polizeihauptmeister Stefan Engl mit.
Zumindest ein Vorfall könnte aber in Verbindung mit dem Spektakel stehen. Am Sonntag gab es kurz nach ein Uhr, also wenige Stunden nach Ende des Bürgerfestes, eine Schlägerei in der Bahnhofstraße. Dort waren acht alkoholisierte Personen im Alter von 21 bis 35 Jahren aufeinander losgegangen. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Täter sich auf dem Fest betrunken haben und später aneinandergeraten sind.
Das ist aber eine Ausnahme: Fast alle Besucher haben friedlich gefeiert. Das nächste Mal ist das in zwei Jahren, also 2025, wieder möglich.


