Klassiker und spezielle Gaumenfreuden in Neustadt

Ein großes Jubiläumsfest an drei Tagen mitzuerleben, das kann schon Kraft kosten. Deshalb ist es gut, dass die Besucher am Wochenende viele kulinarische Angebote aufgetischt bekommenen, um sich zu stärken. Dafür sind in erster Linie die Vereine aus Neustadt zuständig – aber auch weit gereiste Gäste.
Selbstverständlich gibt es die Klassiker wie Bratwurst oder Grillfleisch. Es sollte aber zum 750-Jährigen der Stadt auch etwas Besonderes geben. Und so hatte sich der zweite Vorsitzende der Neustädter Feuerwehr Günter Schmid umgehört – und stieß auf Jens Görauch, der eine Ochsenbraterei betreibt. Flugs war der engagiert.
Seit fünf Uhr in der Frühe drehte sich am Samstag der Spieß an seinem Stand. Pünktlich zur Mittagszeit war der Braten fertig. 500 Portionen Ochsenbraten gebe das Tier her. Am frühen Nachmittag hatte der Ochse schon gar nicht mehr so viel Fleisch auf den Rippen.
Mammuteinsatz für die Feuerwehr aus Neustadt
Für die Feuerwehr ist das Mitwirken am Jubiläumsfest ein Mammuteinsatz. Laut Schmid helfen 80 Vereinsmitglieder mit – Auf- und Abbau inklusive. Bei den Fischerfreunden sind es laut Vorstandsmitglied Viktor Schmidt immerhin an die 50. Die Spezialität, die er seinen Gästen kredenzt, kennen die Neustädter wohl schon. Für den einen oder anderen Besucher von außerhalb ist es aber etwas Neues, dass man Fischpflanzerl serviert bekommt. Die seien bereits am Freitagabend gut weggegangen. Die Herstellung sei vom Grundsatz her nicht anders als bei Pflanzerln vom Schwein oder Rind. Das Geheimnis läge in den Gewürzen, die dazukommen. „Unsere Mischung verraten wir niemand“, betont Schmidt.
Bier aus den Niederlanden
Der wohl am weitest gereiste Schmankerl-Anbieter war Werner von Doren, der zur Delegation aus dem niederländischen Nieuwstadt gehörte. die beim Neustadttreffen teilnahm. Er pries mehrere Köstlichkeiten an. „Es sind alles Spezialitäten aus unserer Region.“ Werner Stingl kostete den Wildschweinschinken.
„Der schmeckt sehr gut“, kam das Lob prompt. van Doren hatte noch würziger, kräftiger Käse, der über ein Jahr in Salz gelagert war. Und dann war da noch das dunkle Starkbier, das vor kurzem den Preis des besten Bieres in den ganzen Niederlanden gewonnen habe.