Jobplatz 1 in Neunburg wird wieder ein Schmuckstück: Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen

Von Ralf Gohlke · 7. Juli 2023 um 17:53

Bereits der Künstler und Chronist Georg Dorrer entdeckte die besondere Ausstrahlung und den Charme des markanten Wohn- und Geschäftshauses am Jobplatz 1. Es bildet quasi das Eingangstor zur Neunburger Altstadt.

Eher wechselhaft gestaltete sich seine jüngere Geschichte, insbesondere als Gewerbeimmobilie. Dank der neuen Eigentümer, der Architekten- und Bauunternehmerfamilie Zwack, soll es nun wieder in seinem früheren Glanz erstrahlen. Jetzt wurde dazu bereits Richtfest gefeiert.

Nur scheinbar standen sich beide im Weg, der Ausbau des Jobplatzes zu einem Kreisverkehr und die Sanierung des Hauses Jobplatz 1. Tatsächlich war es notwendig, die Fertigstellung des Kreisels abzuwarten, um die Straßenbauarbeiten durch den notwendigen Kran und das Gerüst nicht noch weiter zu verzögern.

Umbau weit fortgeschritten

Trotzdem erst im Frühjahr Baubeginn war, ist die Sanierung und der Umbau zu sieben Wohneinheiten im Obergeschoss, mit einer Gesamtfläche von rund 570 Quadratmetern bereits weit fortgeschritten. Die beiden Gewerbeflächen im Erdgeschoss werden rund 350Quadratmeter umfassen.

Mit einem kleinen Richtfest wurde erste Bilanz gezogen. Helmut Zwacks besonderer Gruß galt Bürgermeister Martin Birner (CSU), Geschäftsleiter Georg Keil und Andrea Zweck von der Bauabteilung des Landratsamtes. Dort ist sie unter anderem zuständig für die Beratung und alle Fragen des Denkmalschutzes, was in dem Fall natürlich ebenfalls eine besondere Rolle spielt. Großes Lob zollte der Architekt allen beteiligten Firmen, vergaß aber auch nicht die eigenen, stets zuverlässigen Mitarbeiter.

Gute Zusammenarbeit mit Verwaltung

Der Bauherr stellte heraus, dass er eine ähnlich förderliche und sachkundige Zusammenarbeit mit der Verwaltung bisher noch nicht erlebt habe. Er erwähnte ebenso, den Zusammenhalt und die Unterstützung in der Familie, durch seine Ehefrau Heidi und seinen Sohn Johannes, der auch seine Nachfolge antreten werde. „Wir arbeiten gerne zusammen und möchten mit unserer Arbeit dazu beitragen, die Stadt noch ein wenig schöner zu machen“, sagte er.

Martin Birner sah, angesichts noch weiterer Leerstände, an dieser Stelle ein hervorragendes Beispiel dafür, wie eine Sanierung im Bestand gelingen könne. Dies sei leider nicht immer einfach. Umso mehr habe es sich bewährt, dass von Seiten der Stadt jeweils nur ein Ansprechpartner zur Verfügung stehe. Er sah die Bemühungen zudem im Kontext mit der Nachfrage an Wohnraum und der Nutzung vorhandener Bausubstanz. Er begrüßte im Weiteren die Planungen für ein Angebot an die jüngeren Mitbürger, etwa in Form eines Musik-Cafés. Dazu stehe die Stadt ebenfalls voll dahinter.

Der Eingang zur Stadt erfahre mit der Neugestaltung des Hotels Sporrer und dem Kreisverkehr nun auch mit diesem Gebäude einer enorme Aufwertung.

Ideen werden konkretisiert

Einige Details zum Umbau ergänzte Johannes Zwack. So werde die Sanierung die KfW-Effizienz 55 erreichen, was in Altbauten dieser Art nicht einfach sei. Durch die Verwendung von Wärmepumpen, Photovoltaik und Solarwarmwassererzeugung werde das Gebäude komplett unabhängig von fossilen Brennstoffen.

Für die Nutzung der Gewerbefläche gäbe es eine ganze Reihe von Ideen, die aber erst noch konkretisiert werden müssten.

Der wichtigste Part an diesem Tag kam Zimmerermeister Josef Multerer zu, Er lobte neben dem Richtbaum die Bauherrenschaft für ihren Mut und Handwerker für ihre Arbeit, bevor er sein Sektglas auf dem Boden zerschmetterte.