Die neuen Pläne im Gewerbegebiet Furth: McDonalds, Fressnapf, Waschanlage und...?

Der Stadtrat hat den Bauantrag von McDonald’s an der Böhmerstraße durchgewunken. Doch das ist erst der Anfang der neuen Pläne, die Grundstücksbesitzer Michael Weber auf den 10.000 Quadratmetern verfolgt, die ihm gehören.
Weber wohnt direkt nebenan mit seiner Lebensgefährtin Steffi Nicklas und der kleine Tochter Lia, die gerade vier Wochen alt geworden ist. Er wohnt dort, wo die Messstelle des Straßenbauamtes täglich 12.000 Fahrzeuge zählt. „Das bin ich gewohnt, das stört mich nicht mehr“, sagt er.
Jetzt wird die Belastung plötzlich zum positiven Faktor. Denn Weber schließt mit seinem Grundstück eine Lücke im Gewerbegebiet Böhmerstraße, das sich rechts und links von seinem Haus erstreckt. Und das Grundstück ist aufgrund des regen Verkehrs offensichtlich sehr beliebt.
McDonald’s, Fressnapf, Waschanlage
Früher war der Grund, auf dem jetzt Baupläne vorgelegt werden sollen, ein Hektar Landwirtschaft. Webers Vater hat sie betrieben, der Sohn hat sie nach seinem Tod nur drei Jahre weitergeführt. Bis 2010 standen rund 30 Milchkühe im Stall. Doch keiner der beiden Söhne hatte den Beruf des Landwirts gelernt. „So hast du keine Chance“, sagt Weber.
Der Stadtrat hat einem Bebauungsplan für ein Gewerbegebiet zugestimmt. Daran arbeitet Weber schon seit 2021. Nun herrscht dort Baurecht. Davon will Weber nun Gebrauch machen. Er selbst will eine Autowaschanlage errichten. Vier Plätze für Selbstreinigung sollen es werden, dazu die obligatorische Staubsaugerstation und der Fußmattenreiniger.
Der Chamer Schuhhaus-Besitzer Peter Hofbauer hat in direkter Nachbarschaft seiner Filiale an der Scheurer-Kreuzung ein Gebäude für den Fressnapf errichtet. Das Geschäft für Tierbedarf wird von einem Franchisenehmer betrieben.
Dasselbe Projekt wäre nun auch in Furth an der Böhmerstraße geplant. Das bestätigt Peter Hofbauer. Das Grundstück dafür gehöre ihm inzwischen, und es gebe Gespräche mit Fressnapf. Die seien allerdings noch ganz am Anfang. Hofbauer bestätigt aber, dass das Vorhaben nach dem Chamer Vorbild laufen soll und er dafür einen Bauantrag beabsichtigt, wenn die Verhandlungen erfolgreich sind.Übrig bleibt ein Teilgrundstück von 3500 Quadratmetern. Gibt es dafür Pläne? „Konkrete Pläne gibt es nicht, aber es gibt schon Interessenten“, sagt Weber. Er ist zuversichtlich, dass auch dieser Teil des Gewerbegebietes schnell weg sein wird.
... und eine Spekulation
Mal so spekuliert: Wie wäre es mit einem Burger King? In der direkten Nachbarschaft, so wie es die beiden Fast-Food-Restaurants in Cham auch gewählt haben? Weber lacht: „Spekulieren darf man immer. Und ja – Burger King kennt das Grundstück!“