Motocrosser wirbelten in Berching mächtig Sand auf

Der Motorsportclub MSC Berching veranstaltete jüngst den 30. ADAC-Motocross. Rund 800 Zuschauer verfolgten die rasanten Rennen.
Das Team um den neuen MSC-Vorsitzenden Niclas Flemmerer mit Rennleiter Florian Wagner wurde voll gefordert. „Ich komme mir vor wie in der Wüste“, sagte ein eifriger Streckenposten, dem die Hitze und die sandige Piste zu schaffen machte, der jedoch immer gerne mithelfe, „weil wir eine super Truppe sind, die zupackt“. Vorsitzender Flemmerer zog ein positives Fazit: „Ich bin sehr zufrieden, es gab kaum Stürze oder schwere Verletzungen“.
Franz Pfaller, der bislang ununterbrochen alle 29 MSC- Rennen organisiert und abgewickelt hatte, ließ seinen jungen Nachfolger Flemmerer schalten und walten, stand aber stets mit Rat und Tat zu Seite, wenn er gebraucht wurde.
Flemmerer bestand die Feuertaufe
Flemmerer habe die Feuertaufe mit Bravour bestanden, sagte der neue Streckensprecher Christian Täufer aus Erlangen. Er war ein Glücksgriff für den MSC, darin war sich die Fachwelt beim MSC einig. Neu im Programm war der Nordbayern-Thüringen Motocross Challenge. Die Streckenführung beim 30. Motocross betrug knapp 1000 Meter. Spannende Rennen waren zwei Tage lang beim Berchinger ADAC Nordbayern Motocross am Rhein-Main-Donau-Ring nahe Erasbach und Mühlhausen zu sehen. Das Gelände war gut ausgeschildert, die Bahn war bestens präpariert. Etwa 60 Helferinnen und Helfer waren dabei. Dafür bedankte sich Flemmerer sehr herzlich.
Die jüngsten Fahrer waren Jahrgang 2016, die ältesten um die 50 Jahre alt. Beim Rennen von 50 ccm bis Open ohne Hubraumbeschränkung waren alle Klassen am Start. Streckensprecher Täufer, der einst viele Rennen gewonnen hatte und auch Nordbayerischer Meister war, ist ADAC-Trainer und war voll des Lobes über den MSC Berching. Es machte ihm Spaß, die Rennen zu kommentieren.
„Die Strecke ist eine anspruchsvolle und ist zum größten Teil aus tiefem Sand“, erklärte er. Dieser Untergrund fordert einiges von den Fahrern, er ist ein Garant für spannende Rennen, sagte Täufer. Die Strecke des MSC gehört in ganz Bayern zur sandigsten überhaupt und diese sei von den Zuschauern sehr gut einsehbar, so der Experte.
Für Schirmherr Bürgermeister Ludwig Eisenreich kam an beiden Tagen stellvertretend 3. Bürgermeister Stephan Zeller mit Gattin zur Veranstaltung. Zeller sprach dem MSC ein dickes Kompliment für die Organisation aus und lobte das sportliche Event. Erfahrenen Sportkommissare waren vor Ort, ebenso die BRK-Bereitschaft Berching, die bewährten Rennärzte und die Feuerwehr.
Am Samstag belegte in der 50 ccm-Klasse Vice Bauer nach einem beherzten Rennen einen beachtlichen dritten Platz. Vincent Bader in seinem ersten Rennen überhaupt kam auf Platz sechs.
Ein großes Nachwuchstalent ist Tom Schwerdtner. Er belegte in der 65 ccm-Klasse den zweiten Platz. In der Kategorie MX2 über 18 lieferten Mac Rotermundt und Daniel Bachmann starke Rennen ab. Rotermundt fuhr beim zweiten Lauf mit einem platten Vorderreifen ins Ziel und wurde trotzdem noch Sechster. Bei den Fahrern Ü40 landete Steven Bauer auf dem siebten Platz.
Zunner erfreute die Fans
Am Sonntag erfreute Jonas Zunner aus Großberghausen (Gemeinde Freystadt) beim ADAC NBY MX- Cup mit einem siebten Platz bei den Beginnern. Mit an den Start gingen zudem bei den heimischen Fahrern Benedikt Ochsenkühn, Patrick Drescher, Lukas Zunner und Florian Himmler.
Zu den besten MSC-Fahrern gehört Frank Dechet. Er belegte bei der Klasse bis zu 450 ccm MX1 Vierter wurde. Er zeigte Mut, gute Reflexe und beste Kondition. Dechet hatte im ersten Lauf einen Sturz und als Tagesschnellster fuhr er am Ende von Platz 16 noch auf Platz vier. Thomas Jäger und Hannes Stephan waren auch gut dabei.
Am Samstag gehörte erstmals eine Sommernachtsparty zum Programm. Lob gab es nicht zuletzt für die Küchentruppe des MSC Berching, die an beiden Tagen voll gefordert war.

