Burglengenfeld schlemmt und tanzt bis tief in die Nacht

Seit mehr als zwei Jahrzehnten ist die Italienische Nacht ein Fest der Superlative, das weit über die Grenzen Burglengenfelds hinaus bekannt ist. Sie ist ein Publikumsmagnet, bei dem sich der Marktplatz für Stunden zur größten Terrasse der Stadt verwandelt. Auch heuer herrschte am Unteren Markt fröhliche Ausgelassenheit.
Schon um 18 Uhr hatten sich zur Eröffnung durch Bürgermeister Thomas Gesche und Wirtesprecher Imad Cheikho zahlreiche Freunde der italienischen Lebensart rund um den Georgsbrunnen eingefunden. Italienisches Flair zog durch Burglengenfeld. Die bezaubernde Atmosphäre auf dem Platz vor dem Rathaus schaffte es schnell, dass die Gäste einen Abend ganz im Stile von „la dolce vita“ genossen.
Stadtverwaltung unterstützte die Wirte
Organisatorisch gab es (MZ berichtete) verschiedene Veränderungen gegenüber den Vorjahren. Der größte, für die Besucher allerdings nicht erkennbare Unterschied war, dass die Italienische Nacht heuer nicht von der Stadt, sondern von einer aus zehn Gastronomen bestehenden Wirtegemeinschaft, an deren Spitze als Verantwortlicher Imad Cheikho stand, ausgerichtet wurde.
Da die Durchführung einer Veranstaltung in dieser Größe für die Zweckgemeinschaft der Wirte Neuland war, hatte das aus Ulrike Pelikan-Roßmann und Karolina Bauer bestehende Presseteam der Stadt die Organisatoren zum Beispiel mit Hinweisen zur Verkehrsführung, zu Sicherheitsfragen oder auch zur Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dem Roten Kreuz unterstützt. Hilfe kam auch von den Mitarbeitern der Stadtwerke, die sich um Strom, Wasser und Verkehrsbeschilderung gekümmert hatten.
Pavillons statt der üblichen Verkaufsbuden
Eine weitere, deutlich sichtbare Veränderung war, dass die Gastronomen diesmal nicht aus Verkaufsbuden heraus bewirteten, sondern Pavillons aufgestellt hatten. Laut Cheikho hatte dies nicht nur den Vorteil, dass so mehr Platz für das Personal in den insgesamt zehn Standplätzen zur Verfügung stand, sondern die Pavillons auch leichter und schneller aufzubauen waren. Bei Einbruch der Dunkelheit wurden diese in den italienischen Farben Grün, Weiß und Rot angestrahlt, wodurch ein zauberhafter Eindruck geschaffen wurde.
Neu war zudem, dass heuer der sonst übliche Sandstrand beim Brunnen nicht aufgeschüttet worden war, ein Umstand, der etlichen Besuchern sehr zusagte.
Das Speisen- und Getränkeangebot war abwechslungsreich und exquisit. Neben den klassischen Gerichten wie Pasta und Pizza konnten die Besucher unter anderem Römer-Spieße, Lasagne, eine Toskana-Pfanne, Bruschetta oder auch Bratwürste mit italienischen Gewürzen genießen.
Die Gäste bildeten oft auch lange Warteschlangen, um ein Glas Wein oder einen der ideenreich kreierten Cocktails zu bekommen. Eines besonderen Zuspruchs erfreute sich hier der Aperol-Spritz.
Die Band aus Augsburg erfüllte die Erwartungen
Was wäre ein romantischer Abend ohne passende Musik? Bei der Suche nach einer Band stießen die Veranstalter auf die sechsköpfige Italo-Band G2 aus Augsburg, die südliche Verzauberung versprochen hatte. Dieses Versprechen hielten die Musiker ab kurz nach 19 Uhr bis nach Mitternacht auch ein. Mit Begeisterung ließen sich die Festbesucher von der Magie der italienischen Musik einfangen und mitnehmen auf eine gedankliche Italienreise. So wurden die Festgäste, die auf dem gesamten Marktplatz, insbesondere aber vor der Bühne ausdauernd tanzten, mit Liedern wie Marina von Rocco Granata, Bello e impossibile von Gianna Nannini, Lasciate mi cantare von Toto Cutugno oder auch Azzurro von Adriano Celentano durch die fleißig spielende Band verwöhnt.
Warum sich die Italienische Nacht bei den Besuchern, die nicht nur aus Burglengenfeld, sondern aus dem gesamten Städtedreieck sowie aus Kallmünz, Holzheim und Schwandorf kamen, solcher Beliebtheit erfreut, machten Aussagen wie die von Sabrina, Nicole und Axel aus Schmidmühlen deutlich: „Die Innenstadt von Burglengenfeld ist einfach schön, das Flair ist einmalig.“
Erfreulich fiel auch das Resümee der Polizei aus. Es waren keine Einsätze der Sicherheitskräfte erforderlich. Wirtesprecher Cheikho fasste das Ergebnis des Festes kurz mit den Worten zusammen: „Burglengenfeld ist wieder einmal seinem Ruf als ,Stadt zum Feiern‘ gerecht geworden.“


