Kurt Kühlmeyer überraschend gestorben – Ein Familienmensch und Freund der Vereine

Plötzlich und unerwartet traf der Tod von Kurt Kühlmeyer seine Familie am Donnerstag vergangener Woche. Einen Monat vor seinem 65. Geburtstag starb der Steuerberater, der sich erst Anfang 2020 von der gemeinsam mit seiner Schwester Annette Auzinger geführten Steuerkanzlei in der Zellertalsiedlung getrennt hatte, und sich nun neben der Familie auch noch mehr der Liebe zur Kunst und der Musik widmen wollte.
Geboren wurde Kurt Kühlmeyer am 14. Juli 1958 als Sohn von Kurt und Marianne Kühlmeyer in Kötzting, wo er gemeinsam mit seinen Schwestern Evi und Annette aufwuchs. Ein Jahr zuvor hatte sein Vater die eigene Steuerkanzlei eröffnet. Nach dem Schulbesuch in seiner Heimatstadt und einigen Jahren im Internat in Metten legte er in Cham das Abitur ab. Es folgte ein Studium der Betriebswirtschafts-Lehre in Landshut und, als sein Vater 1984 ebenfalls überraschend verstorben war, die Übernahme der Steuerkanzlei. 1984 heiratete Kurt Kühlmeyer seine Frau Renate, mit der er ein Haus in Reitenberg erbaute. Vier Kinder Katharina, Korbinian, Magdalena und Theresia sowie zwei Enkelkinder komplettierten die Familie mittlerweile.
Optisch fiel Kurt Kühlmeyer stets durch seinen mächtigen Bart auf, der ihn schon auch mal zum Gesicht einer Werbekampagne in der Kreisstadt Cham gemacht hatte.
Noch auffallender war sein Engagement bei zahlreichen Vereinen der Stadt, bei denen er sich ehrenamtlich mit seinem Fachwissen bei der Finanzberatung und Buchhaltung verdient gemacht hatte: Sei es als Gründungsmitglied und Vorsitzender des Fördervereins der staatlichen Realschule (heute Realschule der Pfingstrittstadt), als Mitbegründer des Bürgersolarkraftwerkes (zu einer Zeit, als Photovoltaik noch für wenige überhaupt ein Thema war), beim Förderverein zum Erhalt der Jahnhalle, dem lichtung Verlag oder als Mitglied der 1. Zimmerstutzen-Schützen-Gesellschaft sowie als Stiftungsrat der Hermann-Geiger-Stiftung und bei der Festspielgemeinschaft auf dem Ludwigsberg – sie alle schätzten das Fachwissen des Steuerberaters, und noch viel mehr. Wortgewaltig zeigte sich Kurt Kühlmeyer nicht nur bei seinen vielen Rollen über drei Jahrzehnte hinweg auf dem Ludwigsberg – gerne in exponierten Rollen wie etwa als Satyr oder als Mephisto – sondern auch betend beim Pfingstritt.
„... und wir glaubten, wir hätten noch so viel Zeit“, heißt es in der Todesanzeige für den viel zu früh Verstorbenen, der nicht nur bei seiner Familie eine große Lücke hinterlässt. Die Urne wird im engsten Familienkreis beigesetzt.