Auch heute wichtig für die Gesellschaft: Malteser in Cham feiern 25. Jubiläum

„Hilfeleistungen am Nächsten sind die Sonnenstrahlen, die Herz und Seele erfreuen. Diese chinesische Weisheit umfasst auch 25 Jahre Sonnenstrahlen für den Dienst am Nächsten durch die Malteser“. Die stellvertretende Landrätin Gerlinde Grassl hat es mit dieser Metapher am Samstag am schönsten gesagt und sie gratulierte den Maltesern damit herzlich zu ihrem 25-jährigen Bestehen.
Die Geschäftsstelle der Malteser in Cham wurde im März 1998 im Gebäude des ehemaligen Maristen-Studienheims St. Josef eröffnet. Im August 2010 zog die Dienststelle dann in die Altenstadter Straße 13 um. Seitdem stehen den Chamer Maltesern dort moderne und helle Räumlichkeiten zur Verfügung.
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Der „Feier-Tag“, begann mit der Begrüßung der Ehrengäste durch den Kreisbeauftragten Franz-Markus Pusl und die Stadt- und Kreisgeschäftsführerin sowie Dienststellenleiterin Martina Vogl. Danach gestaltete der Ortsseelsorger der Malteser, Diakon Alfons Eiber, eine Dankandacht.
Kreisbeauftragter Pusl führte als Moderator dann bei strahlendem Sonnenschein durch eine Vielzahl von Grußworten. Pfarrer Roland Böhmländer war der Erste, der sich für gute Zusammenarbeit bedankte und weiterhin alles Gute wünschte. Eine pointierte und humorvolle Rede kam vom stellvertretenden Diözesangeschäftsführer Stefan Kalm, der von einer besonderen Verbindung zu Cham erzählte. Er schied 1998 in der Kaserne Cham als Zeitsoldat aus, trat in die Dienste der Malteser und kam zwei Jahre später mit einem Lastwagen, beladen mit Schreibtischen, wieder in Cham an und schilderte in lustigen Worten die damalige Geschäftsstelle im Studienheim. Kalm erzählte von ersten Kontakten mit der Familie Laubmeier und der Entwicklung hin zur jetzigen Geschäftsstelle. Caritas-Geschäftsführer Andreas Jordan berichtete, dass die Malteser von der Caritas mitgegründet wurden und freute sich auf weitere gute Zusammenarbeit.
Das versicherte auch Florian Gruber, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Leben ohne Barriere Cham, und weiter: „Wir stehen für den Abbau von Barrieren in der Gesellschaft“. Ihre Begrüßung zum Jubeltag hielt Martina Vogl in Gedichtform – sie bekam dafür viel Beifall.
Notwendiger Dienst
„25 Jahre Malteser in Cham sind ein besonderer Moment“, stellte Bürgermeister Martin Stoiber fest und sagte als solcher auch ein großes Dankeschön. „Wir sind eines der reichsten Länder“, sagte er eingangs seines Grußwortes und stellte die Frage, ob wir überhaupt so einen Dienst brauchen?
„Ja“, sagte er. „Es gibt auch bei uns immer mehr Menschen, die so einen Dienst und Hilfe dringend benötigen.“ Stoiber zeigte sich dankbar, weil die Malteser so breit aufgestellt sind. „Gut 250 Mitarbeiter in Cham, Waldmünchen und Furth sind eine starke Leistung“, versicherte der Chamer Bürgermeister. „Wir leben im demografischen Wandel und sind deshalb besonders auf ihre Angebote in Sachen Pflegeberatung angewiesen“.
„Wenn jeder nur an sich selber denkt, bräuchten wir kein Ehrenamt“, stellt MdL Robert Riedl fest. Auch er lobte die große Palette der Malteser-Angebote. Er gratulierte zum Jubiläum und bot jederzeit seine Hilfe an, wenn nötig.
„Als Verbindung von Glauben und Mensch“, sah Wolfgang Kürzinger, seines Zeichens dritter Bürgermeister von Waldmünchen, den Malteser-Hilfsdienst. Er wünschte den Maltesern viel jungen Nachwuchs.
„Sie, liebe haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter haben gute Gründe, dieses Jubiläum gebührend zu feiern, denn Ihr selbstloser Einsatz, die Hilfestellung im Dienst an der Gesellschaft, für die Bürger, verdient höchstes Lob und Anerkennung. Seit 25 Jahren zeigen Sie Präsenz hier in Cham. Sie leisten haupt- und ehrenamtliche Hilfe auf höchstem Niveau“, lobte Gerlinde Grassl, die als Stellvertreterin von Landrat Franz Löffler gekommen war. Sie zählte viele der Malteser Dienstleistungen auf und überreichte ein Kuvert vom Landkreis.
Nach den Grußworten war eine Stärkung mit Sekt und Häppchen beim Stehempfang eine willkommene Gelegenheit, sich auch noch mit dem einen anderen der Ehrengäste zu unterhalten. Gegen Mittag besuchten die Bundestagsabgeordneten Marianne Schieder und Martina Englhardt-Kopf die Jubiläumsveranstaltung und ließen sich alles zeigen.
Aufgebaut waren in der großen Hofanlage diverse Fahrzeuge der Malteser, die man besichtigen konnte und dafür auch von Mitarbeitern vor Ort Information erhielt. Nach dem angebotenen Mittagessen aus dem Food-Truck der Malteser aus Straubing fand im OmaPa’s-Café eine besondere Ehrung verdienter Mitarbeiter statt.
Besondere Ehrungen
Für zehn Jahre geehrt mit Urkunde und Anstecknadel wurde Gabi Christl. Für 20 Jahre wurde Anita Muckenschnabl geehrt, für 30 Jahre Margaretha Löffler.
Eine besondere Auszeichnung für ihr Engagement erhielt aus der Hand vom Kreisbeauftragten Pusl Nadine Gschwendtner für ihre Leistungen beim Aufbau und Betrieb der Teststationen zu Coronazeiten.
Im Namen der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteser Ritterordens erhielt Gertraud Schorpp die Malteser-Verdienstmedaille in Silber. Sie sei außerdem die älteste Mitarbeiterin der Malteser im Landkreis, erzählte sie. Mit einem Präsent bedankte sich Martina Vogl bei ihren Mitarbeiterinnen Martina Niklas, Nadine Gschwendtner und Bufti Wolfram Benedikt.
Dann liefen bereits die Vorbereitungen für die Modenschau der Kleiderkammern. Zehn Models und Männer zeigten auszugsweise Teile aus dem Fundus und erhielten für ihren Auftritt viel Beifall.
Der Jubeltag klang unter den Klängen vom Duo Bayerwald-Rita und Begleiter aus.
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