Das lange Warten hat ein Ende: Die Mensa an der Mittelschule Abensberg ist nun eingeweiht

Von Lucia Pirkl · 17. Juni 2023 um 11:00

Lange hatte man sich nach diesem Tag gesehnt: Am vergangenen Mittwoch konnte nun endlich die neue Schulmensa an der Abensberger Mittelschule eingeweiht werden.

Verzögerungen am Bau und explodierende Kosten, so manche Überraschung, die im Altbau schlummerte, waren für die Planer, aber vor allem für die Schüler und Lehrer eine Herausforderung. Monatelang mussten täglich zur Mittagszeit Turnhallen, Klassenzimmer und Werkräume als „Kantine“ umfunktioniert werden – eine Herausforderung für Personal und Schüler, vom Lärm und Dreck ganz zu schweigen (wir berichteten). Aber das gehört jetzt der Vergangenheit an.

Anstrengende Zeiten für die Schulfamilie

Direktor Wolfgang Brey verwies auf die Anstrengungen des Schulverbandes, „er hat uns auf vorbildliche Weise unterstützt, wie wir es uns nicht hätten vorstellen können.“ Dass es in der Grund- und Mittelschule eine Mittagsverpflegung gebe, das habe schon Tradition„ ,das haben wir dem Verein Kai e.V. zu verdanken und dem B.B.W., das das Essen liefert“. Das sei nur mit großer Kraftanstrengung und hohem Engagement möglich. Der Bau, der letztendlich 1,8 Millionen Euro gekostet habe, sei vortrefflich gelungen, sowohl architektonisch als auch funktional: „Wir haben alles richtig gemacht.“

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Pfarrerin Anne-Katrin Streeck und Kaplan Velangini Reddy Nagireddy sprachen vor der Segnung über Nahrung, nicht alleine für den Leib, sondern auch für die Seele: In der Mensa sei Gemeinsamkeit möglich, ein „Ort der Freundschaft und des gegenseitigen Respekts“.

Für Bürgermeister Uwe Brandl war die Mensaeinweihung einer seiner letzten großen Auftritte. Er dankte den Biburgern für die Zusammenarbeit im Schulverband. „Der Bau war eine Last, eine Belästigung und eine Herausforderung“, sagte er rückblickend, umso mehr erfreue das Ergebnis: „Das ist der Beweis, das flächensparendes Bauen schon möglich ist.“ 19 Gewerke waren zu koordinieren, nicht alles sei reibungsfrei gelaufen. Für Stadtbaumeister Blerim Syla sei es die „Feuertaufe“ gewesen: „Gut gemacht“, lobte Brandl.

Für Syla, ehemaliger Schüler der Mittelschule, sei der Bau eine Herzensangelegenheit gewesen. „Ich hatte Bock darauf.“ Aber er sei auch in große Fußstapfen seines Vorgängers Gerhard Rölz getreten, bekannte Syla. Heraus kam ein multifunktioneller Raum, der auch nachhaltig ist.

Fünf Jahre seit der Planung vergangen

Planerin Sonja Schröter erzählte, dass das Projekt bereits vor fünf Jahren begonnen habe. Unbedingte Vorgabe war, den Pausenhof möglichst zu erhalten. Man habe also mit der Planung zur Erweiterung des Untergeschosses begonnen, sodass das „Dach“ wieder als Pausenhof zur Verfügung steht. Beim Brandschutz wurden schließlich alle Probleme beseitigt, eine weitere Wand war dafür nötig.

Markus Stiegler von Kai hatte den großen Schluss-Auftritt: Gemeinsam mit Schülern der sechsten Klassen wurde ein krachender „Popcorn-Song“ getrommelt. Auch die Schüler aus der 1d begeisterten beim Auftakt mit ihrem „Pfiat di Mama, pfiat di Papa“.

Anwesend waren auch Bürgermeister Dr. Bernhard Resch, die Stadträtinnen Dagmar Wintersberger, Magdalena Groll-Zieglmeier und Dagmar Kellner, das Ingenieurbüro Varoplan, die Firma Gammel Engineering und das Berufsbildungswerk.

Das ist die neue Mensa

Multifunktional: Nach der Erweiterung der ursprünglichen Mensa im Kelller der Aventinus Mittelschule stehen 190 Sitzplätze zur Verfügung, eine Erweiterung auf 240 ist möglich.

Gutes Klima: Eine Lüftungsanlage sorgt für frische Luft, durch die Glasflächen ist es hell. Das Dach der Mensa ist begehbar, Teil des Pausenhofs. Auch Freisitze gibt es.