Vorschlag kommt noch: Karl-Freitag-Park in Regensburg wird umbenannt

In einer gemeinsamen Sitzung des Kulturausschusses mit dem Ausschuss für Bildung brachten Regensburger Stadträte am Dienstag einstimmig die Umbenennung des Karl-Freitag-Parks in Kumpfmühl auf den Weg. Einen neuen Namen gibt es noch nicht, dafür erklärte Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) den Weg dorthin.
Aus dem Jahresbericht der Stabsstelle für Erinnerungskultur geht hervor, dass dafür inzwischen eine Einteilung der überprüften Straßennamen in die Kategorien Rot, Gelb und Grün erfolgt. Grün bedeutet, dass ein Name unbedenklich ist, Gelb, dass Diskussionsbedarf besteht. Wenn die Ampel aber auf Rot umspringt, wird eine Umbenennung empfohlen. Das ist nun beim Karl-Freitag-Park zum ersten Mal passiert. So etwas könne durch das Ampelsystem jetzt immer wieder einmal passieren, kündigte Maltz-Schwarzfischer an. Der Weg für die Benennung von Straßen sei klar. Dazu werde die Verwaltung einen Vorschlag machen, erklärte die Oberbürgermeisterin. Der Planungsausschuss müsse die Entscheidung auf den Weg bringen, entscheiden werde dann der Stadtrat.
Jakob Friedl (Ribisl) wollte wissen, aufgrund welcher Aktenlage die Entscheidung zustande gekommen sei. Maltz-Schwarzfischer versicherte, dass diese Aktenlage Teil der Vorlage zur Umbenennung sein wird. Daniel Gaittet, Fraktionsvorsitzender der Grünen, schlug vor, bei der Umbenennung auch zu erwägen, den Park nach Widerstandskämpfern oder Opfern zu benennen. Maltz-Schwarzfischer sagte dazu, dass die Stadt eine Vorschlagsliste mit Namen führe. „Da stehen auch Widerstandskämpfer drauf“, erklärte die Oberbürgermeisterin.