Regensburg: Polizei ermittelt nach blutigem Zwischenfall auf der Partymeile

Von Philip Hell · 12. Juni 2023 um 16:23

Heftiger Zwischenfall im Regensburger Nachtleben: Am Wochenende ist in der Obermünsterstraße ein Streit eskaliert. Das bestätigte eine Polizeisprecherin auf MZ-Anfrage.

Demnach gerieten am frühen Samstagmorgen gegen 1 Uhr mehrere Personen im Bereich der Obermünsterstraße in Streit. Der Konflikt habe sich zwischen zwei Gruppen abgespielt, sagte die Sprecherin. Rund 15 bis 20 Personen sollen daran beteiligt gewesen sein. Während des Streits soll es der Sprecherin zufolge zu Beleidigungen, Körperverletzungen und Widerstand gegen Polizisten gekommen sein. Die Beamten waren mit mehreren Streifenwagen vor Ort. Im Zuge der Auseinandersetzung wurden auch Sicherheitskräfte des Clubs angegriffen und beleidigt, sagte die Sprecherin weiter.

Mann erleidet Stichverletzung

Darüber hinaus verletzten sich zwei Menschen bei dem Vorfall. Eine Person zog sich eine Stichverletzung zu. Ob diese durch ein Messer verursacht wurde, sei Teil der Ermittlungen, sagte die Polizeisprecherin. Die Kriminalpolizei hat nun mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Die Frage danach, ob es Festnahmen gab, wollte die Polizeisprecherin nicht weiter kommentieren.

Die Beamten bitten Personen, die Zeugen des Vorfalls am frühen Samstagmorgen wurden, sich unter der Telefonnummer 0941-5062888 an die Kriminalpolizei zu wenden.

Betreiber äußert sich

In einer Stellungnahme gegenüber der MZ äußert sich auch einer der Betreiber des Clubs. Er möchte nicht mit Namen genannt werden. Darin schreibt er, dass der hauseigene Sicherheitsdienst mit der Einlasskontrolle und der Aufrechterhaltung der Sicherheit in der Diskothek betraut gewesen sei. In der fraglichen Nacht seien zwölf unterwiesene Kräfte im Einsatz gewesen. „Gegen 0.40 Uhr wurde eine größere Gruppe eingelassen. Im Innenraum kam es durch diese Gruppe zu Belästigungen der Gäste, sodass zur Bewältigung die Polizei hinzugezogen wurde.“ Die Gruppe sei dann des Clubs verwiesen worden. Das Augenmerk habe dabei stets auf dem Schutz der Gäste gelegen.

Der Betreiber hat nun Konsequenzen gezogen: „Zur Vermeidung von vergleichbaren Vorfällen haben wir das Sicherheitskonzept überarbeitet und die Anzahl der eingesetzten Sicherheitskräfte für den nächsten Öffnungstag verdoppelt.“

Nicht der erste Fall von Gewalt

Es ist bei weitem nicht der erste Fall von Gewalt im Regensburger Nachtleben, der für Schlagzeilen sorgt. Erst vor wenigen Monaten musste sich eine Reihe von Türstehern eines Clubs vor dem Landgericht verantworten, weil sie einen damals 37-Jährigen Anfang April 2022 verprügelt hatten. Einer der Angeklagten wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, der Rest bekam Bewährungsstrafen.