Ex-Oberst aus dem Bayerwald muss doch bei Prozess in Regensburg erscheinen

Nun also doch: Nachdem bekannt wurde, dass Ex-Oberst Maximilian E. in einem Prozess vor dem Verwaltungsgericht Regensburg nicht zum Termin erscheinen wollte, ordnete das Gericht am Mittwoch seine Vorführung an.
Wie berichtet, klagt der frühere Bundeswehrsoldat gegen drei Bescheide des Landratsamtes Freyung-Grafenau. Dieses hatte insgesamt ein Zwangsgeld von 54.000 Euro angedroht, weil Eder aus Sicht der Behörde nicht hinreichend erklären konnte, wohin vier seiner Waffen verschwunden sind.
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Sein Pflichtverteidiger Alois Fuggenthaler aus Zwiesel (Landkreis Regen) wird Maximilian E. juristisch bei der Verhandlung am kommenden Dienstag vertreten. Ursprünglich sagte der Anwalt gegenüber der Mediengruppe Bayern, dass E. nicht kommen wolle. Jetzt muss er.
Richter: Anwesenheit des Angeklagten nötig
Ein Sprecher des Verwaltungsgerichts Regensburg erläuterte, dass ein Kläger nicht zwingend zu einem Prozess erscheinen müsste. Doch die Richter der zuständigen vierten Kammer sahen die Anwesenheit des Ex-Oberst für notwendig an.
Das wird Ex-Oberst Maximilian E. vorgeworfen
Maximilian E. sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm vor, zusammen mit weiteren Männern geplant zu haben, nach einem Umsturz in den Bundestag einzudringen, wie sein Anwalt erklärte. Der Prozess um die verschwundenen Waffen stehe aber in keinem Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen ihn.
Das Gericht tagt in einem Gebäude mitten in der Regensburger Innenstadt. Erst im Januar war ein verurteilter Mörder aus dem Landgericht in Regensburg getürmt. Ob der Ex-Oberst mit Fesseln vorgeführt wird, entscheiden die Polizisten, die ihn bringen. Zu Sicherheitsvorkehrungen wollte sich der Gerichtssprecher am Mittwoch nicht äußern.