3D-Lasershow auf Hydrowall: Rodinger Burschen planen Spektakuläres

So etwas haben Roding und der gesamte Landkreis Cham noch nicht gesehen: Auf einer 36 Mal 16 Meter großen Hydrowall wird am Sonntag, 18. Juni, ab 22 Uhr am Regenufer unter anderem die Geschichte des Rodinger Burschenvereins in einer spektakulären 3D-Lasershow zu sehen sein. Die Organisatoren versprechen ein riesiges Spektakel.
„Wir wollen beim Fest anlässlich unseres 140-jährigen Bestehens Eindrücke vermitteln, die man nicht vergisst, deshalb auch dieses Projekt“, berichten Burschenvereins-Vorsitzender Sebastian Gabler und Festleiter Rudolf Heinz.
Viele Gerüchte sind den Organisatoren schon zugetragen worden ob des Alternativ-Programms zu einem Feuerwerk. „Es geht absolut keine Gesundheitsgefahr vom Anschauen aus, es kommen keine Tiere zu schaden und es ist feinstaubfrei“, betonen Gabler und Heinz, „man kann sich das völlig gefahrlos anschauen, und das sollte man auch, weil man sonst etwas verpasst.“
Schon seit zwei Jahren planen die Rodinger Burschen gemeinsam mit der Firma DS Showlaser bei Egenhofen ihr Spektakel. „Das sind absolute Profis, die auch schon mit namhaften Partnern weltweit zusammengearbeitet haben“, erzählt Gabler. Nun sei das Unternehmen auch erstmals im Landkreis Cham tätig.
Regen wäre sogar gut
Das Konzept einer Hydrowall, einer riesigen Wasserwand, kommt eigentlich aus dem Feuerwehr-Wesen und wird dort genutzt, um Nebengebäude bei einem Brand vor den Flammen abzuschirmen. Die Firma DS Showlaser hat das Konzept abgewandelt und nutzt es für ihre spektakulären Shows. „Als wir das mal gesehen haben, war für uns klar, dass wir das für unser Fest wollen“, sagt Heinz − und freut sich, dass es auch wirklich geklappt hat.
Drei Feuerwehren werden im Einsatz sein, um den riesigen Wasserschild zu erzeugen. „Wir bedanken uns jetzt schon für die große Unterstützung, ohne die das nie möglich wäre“, betonen die Organisatoren. Regen würde der Hydrowall übrigens nicht schaden – im Gegenteil: „Die Projektionsfläche würde sich dadurch sogar noch vergrößern“. Auch Wind stelle kein größeres Problem da, die Zuschauer könnten dann höchstens ein wenig nass werden. Deshalb soll die Veranstaltung auch nur (auf Montag) verlegt werden, wenn es eine offizielle Unwetterwarnung geben sollte.
Viel Liebe zum Detail
Viel Liebe ins Detail haben die Burschen in das gelegt, was zu sehen sein wird. Dabei spielt auch das Storytelling eine große Rolle. Erzählt wird während der etwa halbstündigen Show unter anderem die Entstehung und Entwicklung des Rodinger Burschenvereins in drei Akten. Dabei werden dabei auch die Kutsche, der Ball und weitere prägnante Merkmale des Vereins vorgestellt, „man kann sich das vorstellen wie in einem Pixar-Film“, beschreiben Gabler und Heinz.
Per Text, der auch für von einen professionellen Sprecher vorgetragen wird, werden die nötigen Informationen vermittelt. Die passende musikalische Untermalung darf natürlich auch nicht fehlen, „das Ganze soll zu einem Rundum-Erlebnis werden.“
„Vielleicht wecken wir so auch beim einen oder anderen das Interesse an den Burschen“, hoffen die Initiatoren. Sie wollten bewusst eine Alternative zu einem Feuerwerk bei ihrem Fest: „Das soll ein Alleinstellungsmerkmal des Volksfestes bleiben“.
Brücke muss nur kurz gesperrt werden
Ein weiterer Vorteil der Lasershow: Die Regenbrücke muss nur während der Veranstaltung selbst eine halbe Stunde lang gesperrt werden, ansonsten kann der Verkehr fließen. Aber auch für diese kurze Sperre war viel Arbeit nötig, berichtet Gabler, „man braucht ganz schön viele Genehmigungen von verschiedenen Stellen.“ Insgesamt sei der logistische Aufwand für die kurze Show enorm, „aber das ist es uns wert.“
Möglich wird das Hydrowall-Spektakel durch die finanzielle Unterstützung dreier Sponsoren: Die Firmen Feldbauer und Hornauer Garten- und Landschaftsbau sowie die Telekom Deutschland GmbH. Mit Letzterer ist den Rodinger Burschen ein weiterer Coup gelungen, engagiert sie sich doch zum ersten Mal bei einem Event wie diesem. „Wir wollen ein etwas anderes Fest auf die Beine stellen, das den Besuchern für immer in Erinnerung bleiben wird“, betonen Gabler und Heinz – mit der Show auf der Hydrowall sollte dies auf jeden Fall gelingen.
Das Festprogramm
Vier Tage Feiern: An vier Tagen feiern die Rodinger Burschen am Esper das 140-jährige Bestehen ihres Vereins.
• Freitag, 16. Juni: 18 Uhr Einzug ins Festzelt mit Eröffnung, es spielt die Partyband „Shark“.
• Samstag, 17. Juni: 18 Uhr: Einzug ins Festzelt, ab 19 Uhr spielt die Oktoberfest- und Stimmungsband „Bergluft“.
• Sonntag, 18. Juni: 7 Uhr: Frühschoppen im Festzelt; 8 Uhr: Festzeltbetrieb mit der Partyband „Bayern 3000“; 9.30 Uhr: Aufstellung zum Kirchenzug; 10 Uhr: Festgottesdienst in der Stadtpfarrkirche; 11 Uhr: Mittagstisch, Kaffee und Kuchen; Festzeltbetrieb mit „Bayern 3000“; 14 Uhr: Aufstellung zum Festzug; 14.30 Uhr: Festumzug durch Roding; 19 Uhr: Festzeltbetrieb mit der Blaskapelle Pfeffer; 22 Uhr: Licht- und Lasershow am Flussufer.
• Montag, 19. Juni: 18 Uhr: Einzug ins Festzelt zum Festausklang, es spielt die Partyband „Stoapfälzer Spitzbuam“.

