Erweiterung des Industriegebiets „Sanddickicht“ läuft: Mehr Anfragen als Platz

Die Pläne für die Erweiterung des Industriegebiets „Sanddickicht“ nach Norden hat die Stadt schon vor einigen Jahren geschmiedet. Nun rollen die Bagger. Die Erschließung läuft. Zwölf Hektar stehen dort künftig für Firmen, die expandieren oder sich ansiedeln wollen, zur Verfügung. Doch schon jetzt ist klar: Die Nachfrage übersteigt das Platzangebot. Was nun?
Im Februar waren die Waldarbeiter im Auftrag der Rodinger Staatsforsten im Einsatz, um die Bäume zu roden. Rund 15 Hektar Kiefernwald im Kammermoos zwischen dem Mitterkreither Sportplatz und der Weiherhausstraße mussten weichen.Das Vorhaben hatte sich wegen einer Tauschfläche verzögert.Doch nun gehört der Grund in Altenkreith der Stadt.
Ringschluss ist geplant
Vor Kurzem startete die Erschließung des Areals.Dabei wird der Kammermoosweg in Richtung Norden verschoben.Die Straße soll ähnlich ausgebaut werden wie Turonstraße inklusive zwei Meter breitem Geh- und Radweg. Mit dieser Erschließungsstraße wird dann ein Ringschluss von der Turon-straße zur Weiherhausstraße geschaffen. Sowohl der Liefer- als auch der Berufsverkehr soll in Zukunft ausschließlich über diesen Kreis von und zur Bundesstraße 85 fahren. Dadurch möchte die Stadt eine Entlastung für die Anwohner am Weiherhausweg erreichen. Wobei dieser laut Bürgermeisterin Alexandra Riedl ja eigentlich schon für den Durchgangsverkehr gesperrt sei. Bis zum Sommer soll die Erschließung abgeschlossen sein. Mit der Fertigstellung rechnet die Stadt Ende Juni.
Bis dahin soll auch feststehen, welche Firmen zum Zuge kommen. Entscheiden werde darüber der Rodinger Stadtrat, wie die Bürgermeisterin und ihr Kämmerer Josef Zwicknagl unisono berichten. „Ende April wird es eine weitere Runde im Gremium geben. Dann wird man sehen, ob es schon eine Entscheidung gibt, oder wir einen weiteren Termin brauchen“ gibt Riedl einen Einblick in den Zeitplan. Anfragen für Flächen im Industriegebiet gebe es von sowohl von Rodinger als auch von externen Firmen. Kriterien seien unter anderem die gewünschten Größen und die Art des Betriebs, so Riedl. Angedacht sei, dort alles zu einer sinnvollen Einheit zusammenzuführen. „Wir haben genügend Anfragen. Das Gebiet ist dreimal überzeichnet“, ergänzt Zwicknagl.
Der Bebauungsplan sieht knapp fünf Hektar für Industrie und sieben Hektar für Gewerbe sowie 1,7 Hektar für Verkehrsflächen vor. Für das gerodete Gebiet muss die Stadt Ausgleichsflächen schaffen. Diese befinden sich in den Gemarkungen Altenkreith, Mitterdorf, Neubäu am See, Roding und Wetterfeld und müssen im Sinne des Naturschutzes aufgewertet und gepflegt werden.
Kleinspielfeld: Ergebnis offen
Ob der SV Mitterkreith ein in der Vergangenheit mehrmals angeregtes Kleinsportfeld erhält, ist laut Riedl offen. Ein solches sei vor ihrer Amtszeit versprochen, die Fläche dafür jedoch öfter überplant worden. „Die Gespräche laufen. Wir suchen im Stadtrat eine Lösung“, sagt sie. Auch über die Zukunft der Sandwaschanlage der Roding-Kies GmbH werden Gespräche geführt.
Sind die Flächen verkauft, ist das „Sanddickicht“ so gut wie voll. Es bleiben nur ein paar Hektar – wie eine grüne Insel inmitten der Gewerbeflächen –, die laut Bürgermeisterin noch nicht überplant sind. Die Erweiterungsoptionen sind demnach ausgeschöpft.
