Ein junger Chef leitet künftig die Schwandorfer Polizei

Von Johannes Hartl · 12. Mai 2023 um 15:00

Ein junger Leiter für ein junges Team: Michael Duschl ist erst 32 Jahre alt – und doch steht er bereits der Polizeiinspektion Schwandorf vor. Für den Oberkommissar ist es nur ein Zwischenstopp.

Duschl folgt auf Armin Kott, den langjährigen Polizeichef, der die Inspektionzwölf Jahre geprägthatte. Es war das Ende einer Ära, als Kott sich Ende Februar offiziell in den Ruhestand verabschiedet hatte.

Duschl macht aktuell den Aufstieg in die vierte Qualifikationsebene. In Schwandorf darf er in sechs Monaten beweisen, dass er Führungsaufgaben übernehmen kann. Seit Mai hat er nun den Posten als Dienststellenleiter inne.

Lob für den langjährigen Leiter der Polizeiinspektion Schwandorf

Sein Vorgänger habe ihm eine „sehr gut laufende Dienststelle“ hinterlassen, die gut ausgelastet sei, sagt Duschl und freut sich über ein junges, hochmotiviertes Team. Denn der Altersdurchschnitt im Schichtdienst liege unter 30Jahren.

Duschl selbst ist Polizist mit Leib und Seele. „Für mich war es schon immer ein Kindheitstraum, Polizist zu werden“, sagt er. Zusammenzuarbeiten, um anderen zu helfen – das macht für ihn den Reiz aus. „Das ist bis heute so.“

Unter seiner Leitung soll die Schwandorfer Polizei ein „verlässlicher und professioneller Ansprechpartner“ für die Bürger bleiben, erklärt er. Duschl betont, dass die Inspektion bereits gute Arbeit im Kampf gegen Rauschgiftkriminalität leiste. „Das werden wir weiterführen und auch ausbauen“, sagt er. Zudem würden die Beamten im Sommer die Verkehrssituation an den Seen in den Blick nehmen, damit die Rettungswege frei bleiben.

Auch die Sicherheitsberichte für Schwandorf, Wackersdorf und Steinberg am See darf Duschl in diesem Jahr vorstellen. Den Inhalt kann er noch nicht verraten. Nur so viel: „Die Sicherheitslage ist sehr gut“, sagt der gebürtige Regensburger und freut sich über eine hohe Aufklärungsquote.

Duschl selbst ist seit 2015 Polizist. Ursprünglich hatte er im mittleren Dienst angefangen, aber schon sechs Monate später begann er sein Studium für die dritte Qualifikationsebene in Sulzbach-Rosenberg. Später war er zeitweise stellvertretender Dienstgruppenleiter bei den Polizeiinspektionen Regensburg Nord und Regensburg Süd.

Nachfolge für die Schwandorfer Dienststelle ist noch offen

Für seinen Aufstieg in die vierte Qualifikationsebene hat Duschl bereits verschiedene Stationen durchlaufen – so war er ein halbes Jahr bei der Kriminalpolizei in Regensburg und ein halbes Jahr im Präsidialbüro tätig. Zuletzt war er Dienstgruppenleiter bei der Verkehrspolizeiinspektion Amberg.

In Schwandorf, seiner aktuellen Station, ist Duschl von den Kollegen bisher „sehr positiv aufgenommen“ worden. Wie es für den Polizisten weitergeht, wenn er sich in Schwandorf bewährt, ist noch offen. Er selbst könne sich jedenfalls vorstellen, später einmal Dienststellenleiter zu werden, sagt er.

Nach den sechs Monaten, die Duschl nun in Schwandorf die Leitung inne hat, braucht die Dienststelle also wieder einen neuen Chef. Wer das wird, ist bisher ebenfalls offen. „Die Nachfolge steht noch nicht fest“, sagt Claus Feldmeier, Presssprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, auf Nachfrage der Mittelbayerischen.

Bei der offiziellen Amtseinführung: Polizeipräsident Norbert Zink gemeinsam mit Polizeioberkommissarin Daniela Hirmer, Polizeioberkommissar Michael Duschl und Polizeihauptkommissar Franz-Xaver Michl (v. l.) -Foto: Polizeipräsidium Oberpfalz