Ehemalige Trafostation in Sengenthal wird Wohnraum – Auch Bögl plant Wohnhäuser

Von Michael Schrafl · 10. Mai 2023 um 16:45

Über mehrere anstehende oder geplante Bauprojekte hatte der Sengenthaler Gemeinderat bei seiner Sitzung am Dienstag zu entscheiden. Unter anderem soll ein altes Gebäude künftig neu genutzt werden. Auch die Firma Max Bögl plant ein großes Projekt.

So gab es die Information, dass das Unternehmen auf seinem Firmengelände eine Wohnanlage mit drei sechsgeschossigen Gebäuden (19,50 m lang, 14,75 m breit und 19,30 m hoch) für die Firmenmitarbeiter errichten wolle. Der Lärmschutz werde durch schalldichte Fenster, der Brandschutz durch offene Treppen gewährleistet, hieß es.

Grünes Licht für Wohneinheit am stillgelegten Trafohaus Auf der Lüss

Grünes Licht gab der Gemeinderat für den Anbau einer Wohneinheit an das stillgelegte Trafohaus Auf der Lüss in Sengenthal. Gemeinderat Sebastian Meier hierzu: „Es ist zu begrüßen, wenn ein altes Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt wird.“ Bei Ablehnung des Bauvorhabens hätte das Bayernwerk das alte Trafohaus abreißen lassen.

Für die Errichtung eines Windrades auf dem Winnberg ist der Vorbescheid bei der Gemeinde eingegangen. Somit kann mit dem Bauvorhaben begonnen werden. Fachbehörden und Regionaler Planungsverband hatten hierzu grünes Licht gegeben, zumal die Bayerische Bauordnung, der Abstand zur nächsten Wohnbebauung eingehalten würden und auch keine erheblichen Nachteile für die Natur zu erwarten seien.

Auf vielfachen Wunsch der Bürger hat der Gemeinderat die Errichtung einer WC-Anlage am Friedhof in Reichertshofen ins Auge gefasst. Wie Bürgermeister Brandenburger nun ausführte, sei bei einem Mobilraum-Element mit Kosten in Höhe von 22300 Euro zu rechnen. Zu den Anschaffungskosten für den Container kämen noch die Kosten für den nötigen Kran, für die Anschlüsse (Wasser, Strom und Abwasser) einschließlich der notwendigen Erdarbeiten.

Die Freiwillige Feuerwehr Buchberg erhält ein neues Einsatzfahrzeug

Denkbar wäre, statt des 50 Meter langen Kanalanschlusses auch ein Abwasserbehältnis, das aber immer wieder entleert werden müsste. Insgesamt sei mit Kosten von rund 60000 Euro zu rechnen, erklärte der Bürgermeister. Dazu kämen noch die laufenden Unterhaltskosten.

„Bei allem Verständnis für die Bürger ist die Investition für mich zu hoch“, ließ Brandenburger wissen. Die Einrichtung eines WCs am Friedhof sei allemal sinnvoll, gerade für die Senioren, meinte Gemeinderat Jörg Stadler. Im Gemeinderat bestand Einigkeit darin, die Entscheidung aufgrund der hohen Kosten zu vertagen. Nach einer günstigeren Lösung soll gesucht werden.

Gute Nachrichten gab es für die Freiwillige Feuerwehr Buchberg bei der Gemeinderatssitzung. Das Einsatzfahrzeug (TSF) der Freiwilligen Feuerwehr Buchberg hat bereits 28 Jahre auf dem Buckel und soll nunmehr durch ein neues TSF ersetzt werden. Da die Lieferzeit mindestens zwei Jahre betrage, soll es nach einstimmigen Beschluss des Gemeinderats noch in diesem Jahr bestellt werden.

Im vergangenen Jahr habe die Polizeiinspektion Neumarkt im Gemeindebereich Sengenthal insgesamt 79 Straftaten verzeichnet. Das seien 30 weniger als ein Jahr davor. Die Aufklärungsquote habe bei 73,4 Prozent gelegen, berichtete Bürgermeister Werner Brandenburger bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2022.

Was der Sengenthaler Gemeinderat noch beschloss

Lagerhalle:Die Firma Trendhaus in Reichertshofen stellte Antrag auf Neubau einer Lagerhalle für Handelsgüter, einer überdachten Ladezone mit Rampe, von Sozialräumen und einer Durchfahrt. Die jetzige Photovoltaikanlage auf dem Baugrundstück soll später auf dem Hallendach montiert werden.

Zaun:Einstimmig lehnte der Gemeinderat die Errichtung eines Doppelstabmaschenzauns im Margeritenweg mit 1,60 bis 1,80 Metern Höhe ab.

Gemeinde-App:Der Gemeinderat beschloss einstimmig, nach dem Probelauf die „Sengenthal-App“ weiterzuführen. Die Kosten für die Gemeinde belaufen sich auf 2434 Euro im Jahr. Das sind 71 Cent pro Einwohner. Die App hat derzeit 535 Nutzer und wird von diesen eifrig genutzt.