49-Euro-Ticket kann Bus und Bahn im Landkreis Neumarkt helfen

Die Verkehrswende ist aufgrund des Klimawandels unumgänglich. Der öffentliche Nahverkehr ist dabei ein Baustein. Doch in ländlichen Gebieten wie dem Landkreis Neumarkt schwächelt er. Was das Deutschland-Ticket bewirken kann und was nicht, kommentiert MZ-Autor Wolfgang Endlein.
Das 49-Euro-Ticket ist ein Schritt auf dem Weg zur Mobilitätswende, die wir wegen des Klimawandels schaffen müssen. Für viele Menschen im ländlichen Landkreis Neumarkt, wo das Auto nach wie vor das dominierende Verkehrsmittel ist, wird das Ticket keine Option sein. Und doch kann es dem öffentlichen Nahverkehr helfen.
Denn es geht gegen eines der größten Probleme an, die der ÖPNV im Landkreis hat: Er wird von vielen Menschen schlichtweg nicht als ernsthafte Möglichkeit wahrgenommen. Das 49-Euro-Ticket, selbst wenn es für einen keine Option ist, schiebt den Nahverkehr ins Blickfeld vieler Menschen. Und vielleicht bringt es den ein oder anderen dazu, sich über den Nahverkehr zu informieren und doch mal an der viele Jahre lang ignorierten Haltestelle im Ort in den Bus zu steigen. Das neue Ticket als Schlagzeile kann somit ein Tropfen von vielen sein, die es braucht, um uns von seit Jahrzehnten eingeübten Mobilitätsmustern zumindest etwas abzubringen.
Nahverkehr im Landkreis Neumarkt: Wachstum hat Grenzen
Der Landkreis Neumarkt hat in den vergangenen Jahren viel investiert, um den öffentlichen Nahverkehr auszubauen. Dass man das besser bewerben muss, hat das Landratsamt inzwischen erkannt. Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Der Nahverkehr wird nicht das Allheilmittel sein für eine klimagerechte Verkehrswende auf dem Land. Er kann aber einen größeren Beitrag leisten als bislang.
