Eröffnung der Flussbühne in Roding: Bürgermeisterin singt mit Stadtratsband

Am Sonntag war es endlich so weit: Die Rodinger Flussbühne, ein Alleinstellungsmerkmal in der Region, konnte nicht nur vom Ufer aus bestaunt, sondern auch von Künstlern wie Publikum betreten werden. Die Stadtkapelle hatte das Privileg, als Erstes auf der rund 200 Quadratmeter großen Bühne spielen zu dürfen. Den Segen bei der offiziellen Eröffnung erbat Pfarrer Holger Kruschina.
Bereits ab 14 Uhr versammelten sich Interessierte auf den mit Rollrasen verlegten Regenterrassen. Die Stadtkapelle unter der Leitung von Sepp Köppl spielte zünftig auf. „Endlich – nach einer langen Planungsphase, einer langen Abstimmungsphase und einer langen Bauphase – dürfen wir heute dieFlussbühne Rodingoffiziell einweihen“, freute sich Bürgermeisterin Alexandra Riedl. Ihr besonderer Gruß galt Landrat Franz Löffler, den Stadtratskollegen, Pfarrer Holger Kruschina, Architekt Florian Brunner, den Ehrengästen und den Vertretern aller Fachstellen.
Hohe Fördermittel
„Die Bürger sollen in ihrem Heimatort nicht nur arbeiten können, sondern auch lebenswerte Highlights haben“, betonte Riedl. Man müsse nicht immer „auswärts“ fahren, um etwas erleben zu können, man könne seine Freizeit auch vor Ort verbringen. Vor 20 Jahren sei Roding eine Musik-Hochburg und namhafte Bands seien weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt gewesen, die unzählige Besucher nach Roding lockten.
Mit der Flussbühne wolle man nun Künstler, Musiker und Veranstalter nach Roding holen. Für Konzerte, Theater, Lesungen, Festivals, Kinoabende und Gottesdienstes könne sie genutzt werden.
Es habe auch ein paar kritische Stimmen wegen dieser Investition gegeben, sagte Riedl. So wurde die Bühne auch als „Entenflugzeugträger“ tituliert. „Dieses Alleinstellungsmerkmal ist für Roding unglaublich wichtig und wertvoll“, betonte sie, „und wir werden die letzten Skeptiker mit tollen Veranstaltungen überzeugen“. Für die 540000 Euro Kosten sei die Förderkulisse mit insgesamt 375000 Euro sehr lukrativ gewesen, meinte Riedl beim Blick auf die Finanzen. Ein Dankeschön richtete sie an alle beteiligten Firmen, Architekten und Fachstellen für die Umsetzung dieses Projekts.
Großen Respekt zollte Landrat Franz Löffler. „Dieses Projekt strahlt weit über die Grenzen hinaus. Gemeinsam haben wir uns beste Mühe gegeben, dies auch naturverträglich umzusetzen.“ Der Unterhaltungswert spiele bei den Menschen eine große Rolle, und die Bühne werde Menschen begeistern, so Löffler. Er bezeichnete die Bühne als Juwel. Mit der Hochwasserfreilegung habe man die Regenuferpromenade erlebbar gemacht und mit der Bühne dem Ganzen die Krone aufgesetzt.
Nach der Vorstellung der technischen Daten – 200 Quadratmeter Bühnenfläche, 120 Quadratmeter großes Segel und weit über 100 Tonnen Gewicht im Fluss – überreichte Architekt Florian Brunner vom Büro Quadrat 45° stellvertretend an die Bürgermeisterin eine Schutzausrüstung, die die Bauhofmitarbeiter beim Segelauf- und abbau tragen müssen.
Glanzvoller Schlusspunkt
Pfarrer Holger Kruschina zitierte die heilige Schrift mit „an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen“, und bemerkte, dass nach vielen Ideen und Arbeiten nun die „Erntezeit“ gekommen sei. Die Bühne werde Roding viel Freude bringen. Nach dem Segensgebet besprengte der Geistliche Bühne und Gäste mit Weihwasser.
Vizebürgermeister Reinhold Schoierer dankte allen, die zum Gelingen der Einweihung beigetragen hatten. Er kündigte auch den finalen Auftritt der neuformierten Band „Quattro Kommunale“ an. Die Stadträte Reinhard Kerscher, Josef Pfeffer, Luger Alexander und Alfred Stuiber sowie Ortssprecherin Vera Knoll an den Instrumenten und Alexandra Riedl (Gesang), unterstützt von Manuel Riedl am Bass, gaben „Simply the Best“ von Tina Turner zum Besten. Lauter Beifall und Zugabe-Rufe ließen nicht lange auf sich warten.


