Sozialwohnungen sind in der Stadt Nittenau gefragt: Kreiswohnungswerk Roding baut

Nittenau ist als Wohnort attraktiv. Nicht jeder kann sich hier aber noch aus eigener Kraft die Miete leisten. Damit auch Menschen mit geringem Einkommen eine Chance haben, hat das Kreiswohnungswerk Roding gerade wieder kräftig investiert.
Die „Kreiswohnungswerk Roding GmbH“ blickt auf eine lange Tradition zurück: Sie wurde 1952 vom ehemaligen Landkreis Roding, der Sparkasse Roding, von den Städten Roding und Nittenau, den Marktgemeinden Bruck und Falkenstein sowie einigen Privatpersonen gegründet. „Unternehmenszweck ist seit jeher die Bereitstellung von günstigem Wohnraum“, sagt Geschäftsführer Hans-Jochen Geißler.
Insgesamt gehören der Gesellschaft in der Region 158 Wohn- und Gewerbeeinheiten. In Nittenau sind es derzeit acht Sozialwohnungen im Birkenweg und 15 im Eichenweg – und nun ganz aktuell noch drei weitere: Im Eichenweg hat das Kreiswohnungswerk einen Anbau an das bereits bestehende Gebäude fertiggestellt. Das Interesse an Sozialwohnungen sei groß, sagt Geißler. Insgesamt habe man rund 35 Interessenten auf der Warteliste stehen.
Drei neue Wohnungen im Eichenweg in Nittenau
Weil inNittenau die Nachfragenach kleinen Wohnungen so groß sei, habe das Kreiswohnungswerk im Eichenweg einen Anbau mit drei Zweizimmerwohnungen errichtet, sagt Geißler. Sie haben jeweils eine Wohnfläche von 60 Quadratmetern. Zum ersten Mal in der Geschichte des Kreiswohnungswerks habe man so gebaut, dass keine fossilen Brennstoffe mehr nötig seien, sagt der Geschäftsführer. Stattdessen habe man eine Luftwärmepumpe und eine Photovoltaikanlage installiert.
Im Zuge der Baumaßnahme hat das Kreiswohnungswerk auch die Außenanlagen am Eichenweg neu gestaltet und weitere Stellplätze auf dem Grundstück geschaffen. In Summe hat das Kreiswohnungswerk laut Geißler rund 750.000 Euro investiert.
Altes Haus des Kreiswohnungswerks wird abgerissen
Im neuen Anbau am Eichenweg sind laut Geißler alle drei Wohnungen bereits vergeben. Doch das Kreiswohnungswerk plant bereits die nächste Baumaßnahme in Nittenau: Im Birkenweg verfügt die Gesellschaft noch über ein älteres Haus aus der Gründungszeit. Dieses soll abgerissen und durch einen Neubau mit neun kleineren Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen ersetzt werden. Erstmals plane man für dieses Projekt auch einen Aufzug, damit alle Wohnungen barrierefrei erreicht werden können. Die Fertigstellung ist laut Geißler Ende 2024, spätestens Anfang 2025 vorgesehen.
Sozialwohnungen werden mit öffentlichen Mitteln gefördert. Wer Interesse hat, muss aufgrund seines Einkommens einen Wohnberechtigungsschein vorlegen können, den man beim Landratsamt beantragen kann. Beim Kreiswohnungswerk können sich Mietinteressenten für den Neubau am Birkenweg bereits jetzt bewerben.
