Vor dem DEZ heißt es ab jetzt wieder: Auf das Surfboard und ab in die Fluten

Von Anika Ferko · 27. April 2023 um 19:00

Die Surfwelle vor dem DEZ startet in die zweite Saison in Regensburg: Mit Wind, Sonnenstrahlen und Surfen – inklusive einem ordentlichen Schwall Wasser, für diejenigen, die sich zu nahe an das Becken stellen.

Auf Knopfdruck geht es los. Das Wasser im Becken beginnt, sich zu bewegen und da ist sie: die Surfwelle.Susi Klimaschewskilässt es sich nicht nehmen, sie zieht den Reißverschluss des Neoprenanzugs zu, und stürzt sich mit ihrem Surfboard in die Welle. Gemeinsam mit ihrem Mann Rainer Klimaschewski hat die surfaffine 70-Jährige bereits 2022 die Urlaubsstimmung nach Regensburg gebracht.

Vor dem Donau-Einkaufszentrumsteht sie auch dieses Jahr wieder bereit, die größte Citywave Europas. Mit über 100000 Besuchern und 10000 aktiven Surfern war die mobile Surfwelle bereits 2022 ein Erfolg. Neben der Surfwelle in Regensburg hat das Unternehmen inzwischen über 15 weitere Citywaves in der Welt.

Von Anfängern bis Profis

Und heute war es so weit, das rote Band wurde durchgeschnitten und der Startschuss für die Surfsaison in Regensburg ist gefallen. Von Freitag, den 28. April, bis zum 3. Oktober können sich Anfänger oder ambitionierte Sportler auf der Surfwelle probieren.

Bürgermeisterin Astrid Freudenstein sieht die Verlängerung der Citywave vor dem Einkaufszentrum positiv: „Es ist eine echte Attraktion, der Trend geht immer mehr zur Bewegung im Freien – ein sehr urbanes Freizeitvergnügen.“ Selbst ausprobieren wolle Freudenstein das Surfen heute nicht, vergangenes Jahr habe sie sich bereits auf die Surfwelle gewagt.

Verschiedene Surfbretter zieren den Rand des Beach-Clubs, es stehen Palmen vor der Bar, aus den Lautsprechern ertönt Musik. Die Fläche des Clubs liegt bei 800 Quadratmetern, wer nicht surfen möchte, kann anderen beim Üben zuschauen. Danebensitzen und zuschauen macht Marius Gerlach weniger, der 21-Jährige bewegt sich lieber auf dem Wasser. Neben Susi Klimaschewski durfte auch Gerlach die Surfwelle gestern einweihen. Und das Surfgefühl? „Das Surfen macht Spaß, wir können sehr viel einstellen, dadurch wird die Welle steiler und hat viel Power“, sagte der Student. Ein guter Ersatz für das Meer und trotzdem alles Outdoor, für den Surfprofi und Coach sei das Projekt klasse. Bis zu 1,6 Meter kann die künstliche Welle erreichen.

Haltestange für Anfänger

Für das nötige Equipment wie Anzüge, Leihbretter und Helme ist gesorgt, erklärte der Sohn des Unternehmerpaares, Dennis Klimaschewski. Und der Vorteil für Anfänger: „Wir können die Steilheit der Welle regulieren, und für Einsteiger legen wir zum Beispiel eine Haltestange über das Becken“, erklärte Klimaschewski. Zu Beginn sei es wichtig, ein Gefühl für das Board zu bekommen. Daneben ist das Knüpfen von sozialen Kontakten für den Surfer besonders: „Hier steht der Arzt neben dem Studenten und der alleinerziehenden Mutter in einer Schlange, alle verbindet das Surfen.“ Neben Bürgermeisterin Freudenstein und Unternehmer Rainer Klimaschewski war auch Thomas Zink bei der Einweihung anwesend. Der Geschäftsführer des Donau-Einkaufszentrums sprach sich für die Fortsetzung der Surfwelle aus: „Ich hoffe, wir toppen die Zahlen vom letzten Jahr und ich freue mich auf die neue Saison.“ Und die kommende Saison hält wie vergangenes Jahr Events, Feiertagsspecials und Live-Shows bereit. Täglich von Dienstag bis Sonntag soll hier Betrieb sein, Montag ist Ruhetag. Mit Ausnahme von Feiertagen oder Ferien, erklärte Dennis Klimaschewski.

Kostenfreie Sessions

Für die Eröffnung am Freitag werden daneben kostenlose Surfsessions angeboten, nach dem Motto: „First come, first surf“, sprich, wer zuerst kommt, surft zuerst. Ab 10 Uhr ist Einlass, insgesamt zehn Plätze können vergeben werden. Ab 11 Uhr soll es dann losgehen: Mit Wind, Sonnenstrahlen und Surfen – inklusive einem ordentlichen Schwall Wasser, für diejenigen, die sich zu nahe an das Becken stellen.